Die Serie der Pannen und Probleme bei der Vergabe von Terminen im Impfzentrum auf Phoenix-West reißt nicht ab. © Stephan Schütze
Corona-Schutzimpfung

„Nicht zuständig“: Wieder Ärger mit Impftermin-Vergabe in Dortmund

Es gab schon reichlich Pannen und Ärger bei der Vergabe von Terminen für die Corona-Schutzimpfung. Und das setzt sich jetzt bei der Terminvergabe für Menschen mit Vorerkrankungen fort.

Seit Donnerstag (25.3.) gilt für Nordrhein-Westfalen ein neuer Impferlass. Ab sofort können auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, die zur Prioritätengruppe 2 gehören, Impftermine vereinbaren. Die Regelung für Impfungen im Impfzentrum gilt dabei nur bis zum 6. April. Danach sollen die Betroffenen durch die niedergelassenen Ärzte geimpft werden.

Weil die Zeit für die jetzt mögliche Terminvergabe knapp ist, versuchten viele Betroffene bereits am Freitag (26.3.) telefonisch Termine auszumachen. Die Stadt Dortmund hatte dafür in einer Mitteilung am Donnerstag (25.3.) zwei Telefonnummern angegeben – die 0800-116 117 02 und die 0800-5 88 96 26.

Hotline nicht zuständig

Das Problem: Die Mitarbeiter der Hotline unter 0800-116 117 02 erklärten sich für nicht zuständig. Sie könne nur Termine für die über 80-Jährigen vergeben, heißt es.

Es gab einen Kommunikationsfehler, räumte die Stadt Dortmund am Freitagmittag ein. Und sie korrigierte die Angaben vom Vortag: „Anders als mitgeteilt, ist die Anmeldung ausschließlich über die Telefonnummer 0800-5 88 96 26 oder über die Internetseite www.impftermin.dortmund.de möglich. Wir bedauern dieses Missverständnis und bitten alle Betroffenen um Entschuldigung.“

Einen kleinen Haken gibt es allerdings auch bei der Online-Anmeldung: Aktuell werden auf der Internetseite bisher nur die priorisierten Berufsgruppen aufgeführt. Trotzdem könnten dort nun aber auch Termine für Menschen mit Vorerkrankungen gebucht werden, teilt die Stadt mit. Eine Aktualisierung der Internetseite erfolge schnellstmöglich.

Impftermine bald für 79-Jährige

Unabhängig von den Impfungen für Menschen mit Vorerkrankungen sollen nach der Ankündigung des Landes ab 6. April auch Impftermine für 79-Jährige vergeben werden. Zugleich könnten sogar auch jüngere Partner der Betroffenen mit angemeldet und zeitgleich geimpft werden, kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann an.

Die Einladungen an die neu Impfberechtigten, die von den Städten verschickt werden sollen, sowie Infos zur Anmeldemöglichkeit stehen noch aus. Sie müssten in der Woche vor Ostern versandt werden. Viele Termine dürfte es dann ohnehin nicht geben. Denn zumindest in Dortmund sind die Impfungen der über 80-Jährigen aus der ersten Prioritätengruppe noch lange nicht abgeschlossen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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