Vor dem Hauptbahnhof war es in diesem Jahr ruhig. © Oliver Schaper
Silvester in Dortmund: Video

Nicht still, aber trotzdem ruhig: So lief der Jahreswechsel in Dortmund

Dortmund hat an diesem Corona-Silvester einen besonderen Übergang ins Jahr 2021 gefeiert. So lief der Jahreswechsel in der Nacht in Dortmund.

Es war ein Silvester, wie es die meisten Menschen in Dortmund noch nicht erlebt haben dürften. Es war nicht still. Viele Menschen schossen Feuerwerk in den Himmel oder feierten mit Böllern. Aber es war ein deutlicher Unterschied zu sonstigen Jahren zu bemerken.

Um Mitternacht waren in Teilen der Stadt Kirchenglocken zu hören. Das Feuerwerk endete deutlich früher als sonst. Statt großer Böller-Batterien griffen viele Menschen in Dortmund eher zur Wunderkerze. Ein bisschen Neujahrsstimmung kam trotzdem auf.

Die Dortmunder hielten sich an die Appelle, im kleinen Rahmen zu feiern

Die Stadt Dortmund und die Polizei haben sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Freitagnachmittag (1.1.) bei den Dortmundern für eine „ruhige Silvesternacht“ bedankt, „in der es nur vereinzelt zu Verstößen gekommen ist“.

Die meisten Dortmunder hielten sich offensichtlich an die zahlreichen Appelle, die es im Vorfeld gegeben hatte und trafen sich nicht in großem Rahmen, so die Eindrücke von Ordnungsdezernent Norbert Dahmen, Polizeipräsident Gregor Lange und Polizeioberrätin Kerstin Montag, Einsatzleiterin in der Silvesternacht.

Zusätzlich zur Polizei seien mehr als 40 städtische Ordnungskräfte in der Nacht im Einsatz gewesen.

Der Verkauf von Silvesterfeuerwerk war im Vorfeld verboten worden. In der Innenstadt gab es mehrere Zonen, in denen Pyrotechnik untersagt war.

In den Böllerverbotszonen blieb es ruhig

Darunter war neben den aus den Vorjahren bekannten Bereichen am Hauptbahnhof und an der Reinoldikirche auch die Möllerbrücke. In den Böllerverbotszonen blieb es am Abend ruhig.

Die Polizei war den gesamten Abend über rund um die Verbotszonen stark präsent – auch mit Zivilkräften. Gegen 22.30 Uhr erneuerte die Behörde den Aufruf, die Dortmunder Innenstadt zu meiden. Der Wall war ab dem Abend nur einspurig befahrbar. Auch Nebenstraßen waren gesperrt.

Laut Polizei und Stadt seien gegen Mitternacht nur ungefähr 20 Personen in den beiden Verbotszonen in der Innenstadt gewesen – und dort wurde lediglich nur eine einzelne Rakete gezündet.

Um 0.45 Uhr war weiterhin von einer ruhigen Einsatzlage die Rede. Laut Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt habe es vereinzelte Anrufe von Nachbarn gegeben, die Feiern mit mehr als fünf Personen meldeten. Zudem habe es Beschwerden über das Böllern gegeben – das außerhalb der ausgewiesenen Zonen nicht verboten war. Pyrotechnik musste in dieser Silvesternacht laut Polizei und Stadt nicht sichergestellt oder vernichtet werden.

An der Möllerbrücke, sonst ein Party-Hotspot an Silvester, waren um Mitternacht nur wenige Menschen zu sehen. © Oliver Schaper © Oliver Schaper

In der Innenstadt gab es zwischen 0.30 und 1.15 Uhr ein paar vereinzelte, unerlaubte Menschenansammlungen. Die seien aber aufgelöst und mit Platzverweisen geahndet worden.

Private Partys in der Innenstadt aufgelöst

Aus der Dortmunder Nordstadt gab es mehrere Berichte darüber, dass Privatpartys durch die Polizei aufgelöst worden seien, unter anderem an der Zimmerstraße.

Im Dortmunder Süden kam es zu dem wohl auffälligsten Vorfall in der Silvesternacht: Rund 50 Leute sollen in Hörde Feuerlöscher entleert und Böller auf vorbeifahrende Autos geworfen haben. Zudem erschwerten sie den Einsatz der Feuerwehr.

Die Feuerwehr Dortmund blickte ebenfalls auf einen Silvesterabend, der deutlich ruhiger war als in den Vorjahren. Am Abend gab es 50 Einsätze, die meisten betrafen den Rettungsdienst.

In Hombruch brannten nach Angaben der Feuerwehr einige Holzpalletten. Nach Mitternacht waren brennende Container die aufwändigsten Einsätze für die Feuerwehr.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
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