Neuzugang am Hafen: Digitale Theaterakademie von Kay Voges zieht an die Speicherstraße

dzTheater Dortmund

Die digitale Meile in der Speicherstraße am Hafen wächst immer weiter. Ein weiterer Anker soll die „Akademie für Digitalität und Theater“ als Ableger des Dortmunder Schauspiels werden.

Dortmund

, 08.01.2019, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Inzwischen steht der genaue Standort fest: Die Akademie soll in einen Neubau auf dem städtischen Grundstück Speicherstraße 19 einziehen – unmittelbar neben dem Projekt „Heimathafen“ und gegenüber vom Gründercampus in einem alten Speichergebäude.

Der Abriss des alten Lagergebäudes soll schon bald beginnen, kündigte Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Dienstag nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands an.

2020 soll der Betrieb der Theaterakademie starten

In der von Schauspiel-Intendant Kay Voges initiierten Digital-Akademie sollen Theaterleute aus ganz Deutschland im Umgang mit modernen Digitalmedien aus- und weitergebildet werden. Der Vorlaufbetrieb soll schon im Februar zunächst im Theater selbst starten, kündigt Kulturdezernent Jörg Stüdemann an.

Bislang war vorgesehen, die Akademie zumindest vorübergehend in der ehemaligen Grundschule in Kley unterzubringen. Das ist nun vom Tisch. Stattdessen soll es am Hafen jetzt ganz schnell gehen. 2020 soll der Betrieb dort laufen, erklärt Stüdemann. So fordern es nicht zuletzt die Fördermittelgeber.

Fördermittel bekommt die Akademie für Digitalität und Theater vom Land und im Rahmen des Programms „Kultur digital“ von der Kulturstiftung des Bundes. In den Jahren 2019 bis 2021 werden unter anderem insgesamt 54 Künstlerstipendien für Theaterschaffende an der Akademie gefördert. Bislang sind damit rund 3 Millionen Euro gesichert, erklärt Stüdemann. Dazu gibt es noch Hoffnung auf eine dritte Fördermittelquelle.

Digital-Akademie ist im Hafen sehr willkommen

Im Hafen ist die Digitalakademie, zu der neben Seminarräumen ein Digitallabor, eine Werkstatt und ein „Lichttheater“ gehören, sehr willkommen. Das ist eine tolle Nachricht, erklärte Andreas Koch von der Stiftung Soziale Stadt. Sie realisiert auf dem Nachbargrundstück an der Speicherstraße das Projekt „Heimathafen“ in Gebäuden eines früheren Fuhrunternehmens.

Geplant ist ein sozialer Treffpunkt für Zuwanderer mit Angeboten der Musikschule und Gastronomie. In diesem Herbst soll der Umbau des alten Gebäudekomplexes, zu dem auch ein ehemaliger Pferdestall gehört, beginnen.

Digital-Campus soll an der Speicherstraße entstehen

Und auch Hafendirektor Uwe Büscher freut sich über die Ansiedlung der Theaterakademie, passt sie doch gut zur Gesamtplanung für den Bereich Speicherstraße. Wie berichtet, soll entlang des Schmiedinghafens und auf dem früheren Gelände der Stahlfirma Knauf Interfer ein „Digital-Campus“ entstehen.

Der Umbau der nördlichen Speicherstraße soll voraussichtlich im Herbst beginnen. Unmittelbar am Wasser sollen Neubauten für die Hafen-Verwaltung und das Dortmunder Systemhaus als technischer Dienstleister der Stadt entstehen, kündigt Sierau an.

An der südlichen Speicherstraße entstehen ein Büroneubau am Santa-Monika-Anleger sowie in alten Speichergebäuden ein Gründerzentrum und der „Lensing Media Port“ für digitale Entwicklungen.

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