Wichlinghofen: Kleiner Stadtteil im Süden erhält komplett neues Zentrum

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Seit mehr als zehn Jahren setzt sich ein Bürgerverein in Wichlinghofen für ein neues Stadtteilzentrum ein. Zunächst ging es nur um den Erhalt der Grundschule. Jetzt steht das Konzept.

Wichlinghofen

, 04.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Stadtteil Wichlinghofen bleibt nicht nur die kleine Grundschule erhalten, es wird auf dem Grundstück ein ganz neues Stadtteil- und Bildungszentrum entstehen. Ein Treffpunkt für alle Generationen soll das werden, mit dem Stadtteilhaus als Zentrum, einer neuen Sporthalle und einem Sportplatz mit drei Spielfeldern.

Der Verwaltungsvorstand hat das Projekt jetzt auf den Weg gebracht. Er schlägt dem Rat der Stadt vor, den Grundsatz- und Planungsbeschluss zu fassen. Der Rat entscheidet dann am 18. Juni.

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Die Wichlinghofer Akteure hatten 2018 den Verein „projekt Wichlinghofen – der Bürgerverein e.V.“ gegründet, der das Stadtteilzentrum betreiben soll. Gemeinsam mit dem Amt für Stadterneuerung wurden Ideen für eine lebendige Mitte in Wichlinghofen entwickelt.

Planungsdezernent Ludger Wilde lobt das bürgerschaftliche Engagement. „Ich bin froh, dass wir nun einen wichtigen Meilenstein zur Realisierung des Stadtteil- und Bildungszentrums setzen können und das Projekt immer konkretere Formen annimmt.“

Die alte Grundschule wird abgerissen.

Die alte Grundschule wird abgerissen. © Felix Guth (A)

Derzeit gibt es in dem Stadtteil bis auf die Grundschule und die gegenüberliegende Kindertagesstätte „Am Heisterbach“ keine öffentlichen Einrichtungen. Das aus den 70er-Jahren stammende sanierungsbedürftige Schulgebäude mit Turnhalle an der Vinklöther Mark soll abgebrochen und durch einen 1,5-zügigen Neubau mit Turn- und Gymnastikhalle ersetzt werden.

Auf dem Grundstück soll dann ein modernes Zentrum errichtet werden, das die verschiedenen Funktionen Schule mit OGS-Betreuung, Sport und Treffpunkt bündelt. Die Außenanlagen mit dem Schulhof und der Stadtteilterrasse sollen als Treffpunkte dienen.

Während der Bauphase soll der Schulbetrieb in der Grundschule Loh an der Benninghofer Straße stattfinden. Das seit längerem leerstehende Schulgebäude muss dafür hergerichtet werden. Für die OGS-Betreuung werden zusätzlich Container aufgestellt.

Der Umzug in die Loh-Grundschule ist für Ende 2021 vorgesehen, sodass Anfang 2022 die Abbrucharbeiten am alten Gebäude beginnen können. Den Einzug in das neue Stadtteil- und Bildungszentrum peilen die Planer für Sommer 2024 an.

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Nach einem Architekturwettbewerb 2018 wurde der Gewinner, HWR Generalplaner GmbH aus Dortmund, mit der Gebäudeplanung beauftragt. Die Projektkosten für das Zentrum betragen rund 17.663.000 Euro. Zusätzliche Aufwendungen, rund 658.000 Euro, entstehen für das Ausweichquartier im Loh.

Zur Kofinanzierung der Maßnahme soll zum Stadterneuerungsprogramm 2021 ein Förderantrag eingereicht werden. Die erwartete Fördersumme von Land und Bund beträgt insgesamt rund 6.685.000 Euro.

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