Neues Sport- und Freizeitparadies in Dortmund: So wird sich der Hoeschpark verändern

dzNordstadt

Der Umbau des Dortmunder Hoeschparks rückt näher. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll der Park eine neue Gestaltung erhalten. Dann wird es für Nutzer spannende Neuerungen geben.

Borsigplatz

, 08.01.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Umbau des Hoeschparks wird konkret. Er soll den Park zusammen mit dem Freibad Stockheide zu einem überregionalen Sport- und Freizeitpark entwickeln und damit zu altem Glanz zurückführen. Die Dortmunder Stadtspitze befürwortet die Pläne.

Sobald der Rat entschieden hat, soll mit der auf zwei Jahre angelegten Umsetzung begonnen werden. Das Stadterneuerungs-Projekt beschert den ansässigen Sportvereinen neue Kabinen, den Freizeitsportlern einen 1,5 Kilometer langen Trail und allen gemeinsam eine neue Gastronomie.

Neues Sport- und Freizeitparadies in Dortmund: So wird sich der Hoeschpark verändern

Der aktuelle Plan für den Hoeschpark mit dem 1,5 Kilometer langen Rundkurs. © Stadt Dortmund

Der 1941 eröffnete Park mit zwei Kampfbahnen, Rundlaufbahn, Tennis- und Fußballplätzen sowie Schießstand spielt von jeher eine bedeutende Rolle als grüne Oase der Nordstadt, als Entspannungsort und Sportstätte. Seine Blütezeit erlebte der Park nach dem Krieg, mit Besucherzahlen in Millionenhöhe.

Seit 1951 ergänzt das Freibad Stockheide das Angebot. Vereine für Tennis, Fußball, Leichtathletik, Baseball, Boxen und American-Football siedelten sich an, Jogger, Spaziergänger und Boule-Spieler nutzen das grüne Gelände. Trotzdem ließen die Besucherzahlen nach.

Erneuerung soll den Park langfristig sichern

Die geplanten Investitionen sollen nun das Sport-Angebot aktualisieren, die Erholungsfunktion der grünen Lunge stärken und so den Park langfristig sichern. Ein Gedanke bei der Umgestaltung ist es, Kinder und Jugendliche an den Park zu binden und ihn für die vielen Sportvereine attraktiv zu halten. Aktions- und Verweilangebote sollen aber auch neue Besuchergruppen ansprechen.

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Dazu bekam das Freibad Stockheide bereits eine bessere Anbindung an den Park durch einen neuen Zugang im Norden. Die etwas heruntergekommene Terrasse am Tennisclub soll aufgemöbelt werden und auf den ungenutzten nördlichen Tennisplätzen ist ein Sporthain geplant. Auch der Freiraum, den vor allem die Freizeitsportler nutzen, wird aufgewertet.

Im Tennis- und im Sportheim stehen künftig Mehrzweckräume und weitere Umkleideräume sowohl für die Sportvereine als auch für andere Menschen aus dem Stadtteil zur Verfügung.

Verschiedene Sportstationen säumen den rot asphaltierten Rundkurs durch den Park, den sogenannten Loop. Dazu gehören eine Kletterwand, Fitness-Stationen, Sprintstrecken, Basketballflächen und ein Schaukelhain für Kinder.

Neues Sport- und Freizeitparadies in Dortmund: So wird sich der Hoeschpark verändern

Die Do-Bo-Villa ist Vergangenheit. Das Gebäude wird im Zuge des Park-Umbaus neu genutzt. © Michael Nickel (A)

Do-Bo Villa und Tennisheim sollen neue Fassaden, neue Fenster und neue Eingangsbereiche erhalten. In der Villa entstehen unter anderem Sport-Umkleiden im Keller. Im Vorfeld hatte es Proteste gegen den Umbau gegeben. Eine Initiative versuchte erfolglos, die Schließung des Clubs zu verhindern.

Als zentrale Parkachse planen die Architekten den Weg vom Eingang im Westen (Lünener Straße) entlang der Do-Bo-Villa bis hin zum neuen zentralen Parkeingang im Osten. Der liegt an der künftigen Hoeschallee in Richtung Westfalenhütte. Platten aus Betonstein und eine durchgehende Beleuchtung sollen diese Achse kennzeichnen. Sogar eine Fahrradspur soll es geben.

Südlich der Do-Bo-Villa soll zudem ein Ort mit Gastronomie entstehen, in den Plänen wird er „Roter Platz“ genannt.

Am Ende soll sich „ein neuer ,alter Park‘ zusammenfügen“, teilt die Stadt mit und spricht von sensiblen Eingriffen, die sich aus dem Bestehenden entwickeln. Angestrebt sei „ein Park, der in den zentralen Bereichen durch den Loop, die Parkterrasse und die Sportflächen eine hohe Nutzerfrequenz aufnehmen kann und so in anderen Bereichen, zum Beispiel im Umfeld der Wasserfläche im Norden, naturnahe, geschützte Orte für ruhig Erholung wahrt und weiter entwickelt“.

Die Kosten in Höhe von rund 5 Millionen Euro werden zu 90 Prozent durch EU, Land und Bund gefördert.

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