Neues Konzept und Sanierungsplan für die Jugendverkehrsschule im Fredenbaumpark

dzVerkehrssicherheit für Schüler

Die Polizei hatte sich Ende vergangenen Jahres aus der Jugendverkehrsschule am Fredenbaum zurückgezogen. Das Fahrtraining stand auf der Kippe. Jetzt haben Ehrenamtler offiziell übernommen.

Dortmund

, 09.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Nach kurzer Pause und mit neuen Partnern hat die Jugendverkehrsschule ein neues Kapitel für die Verkehrserziehung der Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen aufgeschlagen.

Schul- und Jugendezernentin Daniela Schneckenburger präsentierte am Dienstag gemeinsam mit Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), der Verkehrswacht sowie Amtsvertretern und Bezirkspolitikern das neue Konzept der Jugendverkehrsschule: Mit einer neuen Kooperationsstruktur und einer Sanierung des Geländes soll es für den Radfahr-Übungsplatz in die Zukunft gehen.

Ehrenamtler übernehmen von der Polizei

Statt wie bisher die Polizei werden zukünftig sogenannte Moderatoren von ADFC und Verkehrswacht das Training mit den Schülern ehrenamtlich übernehmen. Die Polizei verlagerte im Oktober 2018 ihre Prioritäten und zog sich nach mehreren Jahrzehnten aus der Radfahrer-Ausbildung in der Verkehrsschule im Fredenbaumpark zurück.

Seitdem konzentriert sie sich intensiver darauf, die Verkehrssicherheit für Kinder in der Nordstadt zu verbessern. Die fünftägige Ausbildung mit dem Radfahrer-Führerschein im vierten Schuljahr bleibt aber weiter ein Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsberater der Polizei. "Wir sind froh, dass wir das Verkehrstraining für die Drittklässler nicht beerdigen mussten, sondern es mit neuen Kooperationspartnern fortführen können", sagte Daniela Schneckenburger.

Nach einem Probebetrieb, der im vergangenen Jahr nach den Herbstferien begonnen hatte, starten die 19 ehrenamtlichen Moderatoren jetzt offiziell. Sie hatten in der Probephase bereits 340 Schulklassen für die Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad fit gemacht. Bei dem Training im Fredenbaumpark geht es nicht darum, dass die Schüler schon einwandfrei Straßenschilder erkennen müssen.

Radfahren in einem geschützten Raum

Sie sollen vielmehr in einem geschützten Raum ohne Gefahren durch Autos und Lkw motorisch und feinmotorisch etwas dazulernen. "Im dritten Schuljahr wird das wichtiger denn je", betont der ADFC-Vorsitzende Werner Blanke. "Immer weniger Schüler bringen die nötigen Fähigkeiten mit sich, weil sie sich weniger draußen bewegen." "Wir wollen den Schülern schon in der dritten Klasse möglichst viel Rüstzeug mitgeben, um Gefahren im Straßenverkehr richtig einschätzen zu können. Das oberste Ziel ist es, Kinderunfälle zu verhindern", ergänzt Schneckenburger.

Dafür soll sich auch am Gelände selbst etwas tun: Auf Initiative der Bezirksvertretung stellte das Tiefbauamt 500.000 Euro zur Verfügung, um den 60 Jahre alten Platz instandzusetzen. Dabei steht einiges an: Fahrbahnen, Gehwege, Radwege, Lichtzeichen, Beleuchtung, Beschilderung, Markierungen und Grünflächen sollen neu gemacht werden.

Sanierungen im Idealfall im Sommer 2020 abgeschlossen

Demnächst soll die Vorlage für die Sanierung in der Bezirksvertretung und im Rat eingereicht werden. Die Ausschreibung soll dann im zweiten Halbjahr dieses Jahres erfolgen. Wenn alles nach Plan läuft, könnte dann im Frühjahr 2020 mit den Arbeiten begonnen und über die Sommerferien durchgearbeitet werden, sodass zu Beginn des neuen Schuljahres 2020 dann wieder pro Jahr etwa 5000 Jungen und Mädchen Radfahren im Fredenbaum üben können. Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten bezifferte Ulrich Finger, Bereichsleiter Straße beim Tiefbauamt, auf etwa 440.000 bis 500.000 Euro.

Sind die Bauarbeiten abgeschlossen, soll dann auch wieder der Mofa-Unterricht für ältere Jugendliche und junge Erwachsene von geschultem Personal angeboten werden.

Lesen Sie jetzt
Dorstener Zeitung Radfahren

Polizei zieht sich aus der Jugendverkehrsschule zurück und verlagert die Verkehrserziehung

Die Stadt Dortmund hat die Radfahrerausbildung für Grundschulen neu organisiert. Wir erklären, warum die Polizei nicht mehr in der Jugendverkehrsschule am Fredenbaum aktiv ist. Von Peter Bandermann

Lesen Sie jetzt