Neues Kino entsteht im "Depot'" in der Nordstadt

DORTMUND Die Kino-Familie der Stadt bekommt Zuwachs. Das "Baby" Filmclub "Sweet Sixteen", bisher einmal im Monat im Depot an der Immermannstraße aktiv, mausert sich zum Heranwachsenden. Denn aus dem Filmclub soll ein richtiges Kino werden. Auch wieder im Depot. Nicht mehr nur einmal im Monat. Aber auch nicht jeden Tag.

von Von Katrin Pinetzki

, 05.07.2008, 08:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Macher des neuen Kinos im Depot: Peter Fotheringham, Frank Haushalter und Suse Solbach (v.li.).

Die Macher des neuen Kinos im Depot: Peter Fotheringham, Frank Haushalter und Suse Solbach (v.li.).

Eigentlich hatten die Film-Fans Frank Haushalter, Suse Solbach und Peter Fotheringham längst alles, was man für ein richtiges Kino braucht: Projektoren, Kontakte zu Film-Verleihen, Kinostühle aus dem ehemaligen Studio-Kino an der Hansastraße. Nur ein fester Raum fehlte noch. Also zeigte der Filmclub Sweet Sixteen seit seiner Gründung vor fünf Jahren sein Programm meist im Theater im Depot, das stets umgestaltet werden musste.

Als im März dann feststand, dass die ehemalige Holzwerkstatt im Depot frei würde, fackelte der dreiköpfige Vorstand nicht lange. Noch im Herbst soll aus dem 140-qm-Raum, der zu Straßenbahndepot-Zeiten ein Magazin beherbergte, ein Kinosaal mit Platz für 170 Zuschauer werden. Damit wäre das neue Kino etwa so groß wie die Schauburg an der Brückstraße.

Vorerst soll es „nur“ ein Wochenend-Programm geben, und zwar mit Fokus auf Senioren und Kinder, für die es auch medienpädagogische Angebote geben soll. „Gerade für Junge und Alte gibt es in Dortmund ansonsten kaum Film-Angebote“, sagt Peter Fotheringham. In einer Kino-Werkstatt sollen Kinder selbst zu Filmemachern werden und etwa kleine Trickfilme produzieren. Senioren können nach dem Film zu Kaffee und Kuchen bleiben.

Noch wirkt der Raum mit seinem Oberlicht, den weiß verputzten Wänden und dem schroffen Werkstatt-Boden alles andere als gemütlich. Doch die Planung läuft. Nach den Plänen von Depot-Architekt Till Redenz werden Vorführraum und Theke eingebaut, eine Podesterie für die Stühle und eine Bühne vor der Leinwand. Später soll es eine Verdunkelungsmaschine geben, die das Oberlicht bei Bedarf abdeckt, aber auch Nacht-Vorstellungen mit Blick in die Sterne erlaubt.

Finanzieren will der Filmclub seine Pläne mit einem Mix aus Eigenmitteln, Sponsor- und Fördermitteln sowie Krediten.

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