Neuer Unverpackt-Laden in Dortmund bittet um Spenden

dzÖkologisch einkaufen

Wer verpackungsfrei einkaufen möchte, kann das bald im Dortmunder Süden tun. Doch bis der Unverpackt-Laden eröffnet, braucht das Start-up Hilfe.

Aplerbeck

, 09.04.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Carina Kosmowski lässt sich nicht unterkriegen. Der Traum vom eigenen Laden soll Wirklichkeit werden. Auch wenn die Corona-Krise ihr Zeitmanagement ein wenig über den Haufen geworfen hat.


Im Sommer 2020 soll es so weit sein. Dann soll der vierte Unverpackt-Laden in Dortmund eröffnen. Mitten im Ortskern von Aplerbeck wird er dann die Kunden in eine verpackungsfreie Zukunft mitnehmen.

Ehemalige Filiale der Deutschen Bank

So das Ziel der Existenzgründerin. „Der Plan war eigentlich, den Laden ab Mai anzumieten und einzurichten“, sagt Carina Kosmowski. „Der Laden“ ist die ehemalige Filiale der Deutschen Bank an der Ecke Köln-Berliner-Straße/Ruinenstraße.

Das Logo, das bald an der Außenfassade prangen wird

Das Logo, das bald an der Außenfassade prangen wird © Öke Möke

Und allein der Name, der noch in diesem Jahr an der Außenfassade prangen soll, ist außergewöhnlich – und zeigt, wo es mit dem Angebot hingehen soll.

„Öke Möke“ wird der neue Laden in der Ortsmitte heißen. Und wer jetzt über den Namen rätselt – „Öke Möke“ ist der Spitzname von Carina Kosmowski.

Verkehrstechnisch super gelegen

Verkehrstechnisch ist „Öke Möke“ perfekt gelegen. Bushaltestellen und Stadtbahn liegen nur einen Steinwurf entfernt, Parkplätze für Pkw gibt es in der Umgebung genügend, „und es werden vor dem Geschäft noch Fahrradständer installiert“, sagt Kosmowski.

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Dass die 30-Jährige noch nicht sofort loslegen kann, liegt an der Corona-Krise. „Mein Business-Plan ist pünktlich rausgegangen, alles war gut, aber die Banken können sich natürlich an gar nichts mehr halten“, sagt Carina Kosmowski.

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Und als Existenzgründerin falle man durch jedes Raster. „Ich bin nicht arbeitslos und ich bin keine Gewerbetreibende, weil mein Unternehmen noch keine Gewinne erwirtschaftet.“

Kfw-Bank durch Corona-Krise ausgelastet

Das Problem dabei: Die Kfw-Bank, bei der Carina Kosmowski finanzielle Unterstützung beantragt hat, ist im Moment aufgrund der Corona-Krise ausgelastet. „Da gibt es kaum noch Mittel für Existenzgründer.“

Jetzt wartet Carina Kosmowski auf ein Signal der Bank. Wann das kommt, steht noch in den Sternen. Einen Zeitplan für die Eröffnung gibt es demnach noch nicht. „Aber ich werde auf jeden Fall den Laden eröffnen“, sagt sie. Und daher hofft sie auch ein wenig auf die Hilfe der Bürger, die das Projekt „Öke Möke“ unterstützen können.

Das ist mit den Spenden geplant

Über die Website Start Next können Unterstützer spenden, Gutscheine erwerben oder limitierte „Öke Möke“-Artikel kaufen.

Das Geld, das durch die Crowdfunding-Aktion zusammenkommt, wird in eine Milchtankstelle und in ein Lastenfahrrad fließen, das zu der Auslieferung der Produkte Verwendung finden soll.

Diese Artikel sind ab Sommer im Sortiment

Was es bei „Öke Möke“ zu kaufen gibt, wenn der Laden eröffnet ist? Da sind erst einmal trockene Produkte, wie Reis, Nudeln oder Linsen, aber es gibt auch eine Frischetheke, an der es beispielsweise Käse und Tofu geben soll.

Dann eine Drogerie-Abteilung mit Cremes, Shampoo und Putzmittel.

Das alles gibt es auf rund 150 Quadratmetern im Erdgeschoss. Der Keller wird zur Werkstatt, in der aus alten Sachen neue gemacht werden.

„Wir haben natürlich auch Produkte, die beispielsweise in Gläsern verpackt sind. Da ist dann aber überall Pfand drauf“, sagt die Neugründerin, denn Verpackungsmüll ist bei „Öke Möke“ ein No-Go.

Im Sommer 2020 soll die Eröffnung sein

Im Sommer kann dann auch im Dortmunder Süden getrost auf Verpackungsmüll verzichtet werden. Einfach Behälter mitbringen oder im Laden besorgen, Produkte auswählen, bezahlen, fertig.

So Können Sie SPENDEN

AKTION IM INTERNET

Wer „Öke Möke“ unterstützen möchte, kann das im Internet auf folgender Seite tun: www.startnext.com/oeke-moeke/projektwidget

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