Neuer Impf-Fahrplan: So soll es in Dortmund jetzt schneller vorangehen

Corona-Schutzimpfung

Mehr „Beinfreiheit“ bei der Corona-Schutzimpfung für die Kommunen hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann angekündigt. Für die Stadt Dortmund gibt es dazu aber noch offene Fragen.

Dortmund

, 26.03.2021, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach einem Erlass des Landes gibt es nun neue Gruppen von Impfberechtigten.

Nach einem Erlass des Landes gibt es nun neue Gruppen von Impfberechtigten. © dpa

Es soll schneller vorangehen mit der Impfung von Personen aus der Prioritätengruppe 2, vor allem in der Altersgruppe der über 70-Jährigen und von chronisch Kranken. Das wünscht sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Umsetzen müssen dass nun die Kommunen.

Das Problem: Während man in einigen Kommunen mit der Impfung der über 80-Jährigen schon durch ist, gibt es in Dortmund noch viel zu tun. Hier laufen die Impfungen der Altersgruppe Ü80 mit dem Biontech-Impfstoff noch auf Hochtouren, wenn auch schon teilweise mit der Zweitimpfung.

Bisher haben etwa 23.000 von rund 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern über 80 Jahren in Dortmund zumindest die Erstimpfung erhalten, teilte Stadtsprecherin Katrin Pinetzki auf Anfrage mit.

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Parallel laufen die Impfungen für Angehörige von Berufsgruppen, die bei den Impfungen besondere Priorität haben - von Pflegepersonal bis zu Erzieherinnen und Erziehern. Sie werden mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft.

Kapazitäten für Menschen mit Vorerkrankung

In diesem Bereich musste die Stadt schon in dieser Woche umplanen, weil ihr 1890 Astrazeneca-Impfdosen weniger geliefert werden als zunächst angekündigt. Durch eine Mehrlieferung von 4900 Impfdosen von Biontech und Moderna wird das aber mehr als kompensiert. Unter anderem sollen jetzt Menschen mit Behinderungen mit diesen Impfstoffen statt mit Astrazeneca geimpft werden.

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Für eine Öffnung der Impfungen auch für Menschen mit Vorerkrankungen aus der Prioritätengruppe 2 zeigt man sich bei der Stadt Dortmund offen. „Für diese Personengruppe haben wir Kapazitäten, und diese Personen können einen Termin vereinbaren“, so die Stadtsprecherin. Als Nachweis der Impfberechtigung sei in dieses Fällen ein ärztliches Attest nötig. Das Attest ist zum Impftermin zwingend mitzubringen.

Die Terminvergabe läuft nach Angaben der Stadt Dortmund telefonisch unter 0800-5 88 96 26 (in Kürze auch online). Diese Regelung gilt zunächst bis zum 6. April – im Anschluss sollen Menschen mit Vorerkrankungen durch die niedergelassenen Ärzte geimpft werden.

Warten auf Mitteilung vom Land

Geöffnet wird die Impfung auch für die Ü70-Jährigen. Für den Jahrgang der 79-Jährigen soll die Anmeldung ab 6. April starten, kündigte das NRW-Gesundheitsministerium am Donnerstag (25.3.) an. Die ersten Impfungen für diese Gruppe sollen ab dem 8. April möglich sein. Die Terminvereinbarung läuft zwar über die KVWL, die Einladungen an die jeweiligen Jahrgänge sollen aber über die Städte verschickt werden.

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In Dortmund wartet man dazu aber noch auf eine Mitteilung des Landes. Für den Versand der Einladungen benötige man etwa vier Tage, erklärt Katrin Pinetzki Bis zum vom Land angekündigten Anmeldestart am 6. April, das ist der Dienstag nach Ostern, bleibt also nicht mehr viel Zeit.

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Wenn es nähere Infos gibt, will die Stadt ihren online unter dortmund.de/corona-impfung veröffentlichten Impf-Fahrplan entsprechend anpassen. Dort steht dann auch, wie man an Termine kommt.

Anmerkung: Die Stadt Dortmund hatte als Anmeldmöglichkeit für Menschen mit Vorerkrankungen der Prioritätengruppe 2 auch die Hotline 0800-116 117 02. Dort erklärt man sich allerdings für nicht zuständig.

Impfberechtigt sind nun auch Personen mit folgenden Vorerkrankungen:
  • mit Trisomie 21,
  • nach Organtransplantation,
  • mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
  • mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt,
  • mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,
  • mit Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%),
  • mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
  • mit chronischer Nierenerkrankung,
  • mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40),
  • sowie Menschen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.
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