Neue Schulcontainer am Phoenix-Gymnasium sind bereits demoliert

dzVandalismus

Die Schul-Container stehen erst seit Kurzem auf dem Schulhof des Phoenix-Gymnasiums in Hörde. Trotzdem sind sie bereits sichtlich beschädigt. Wie kann das sein?

Hörde

, 05.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Platzbedarf an den Dortmunder Schulen steigt, und das auch ohne Corona-Pandemie. Um schnell zusätzlichen Schulraum zu schaffen, stellt die Stadt an vielen Schulen Container als Ersatz-Klassenräume auf. Zunächst für zwei Jahre sollen die unbeliebten Not-Einheiten an elf Schulen genutzt werden.

Am Hörder Phoenix-Gymnasium wurden solche Schul-Container am 23. Juli aufgestellt. Bereits wenige Tage später wies ein Beobachter darauf hin, dass die neuen Container-Klassen deutlich sichtbare Schäden zeigen: Die Sonnenschutz-Lamellen aus Alu sind derartig schief und verbogen, dass sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen können.

Der Sonnenschutz an den Fenstern ist zerstört.

Der Sonnenschutz an den Fenstern ist zerstört. © Andreas Schröter

Allerdings passierte diese Beschädigung nicht auf dem Hörder Schulhof, wie die Stadt auf Anfrage mitteilt. Die Container standen ehemals am Helmholtz-Gymnasium in der Innenstadt, wo sie nach den Sommerferien 2019 aufgestellt wurden.

Von dort brachte man sie jetzt ans Phoenix-Gymnasium. Sie sollen nun an der Seekante in Hörde zeitlich befristet zur Schulraumerweiterung als Klassenräume dienen.

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„Die Beschädigung ist am Standort Helmholtz-Gymnasium entstanden und beim Umtransport zum Phoenix-Gymnasium erkannt worden“, teilt Stadt-Sprecher Christian Schön mit.

Der Mietcontainerlieferant werde den Schaden im Rahmen der Neuaufstellung beheben. Er sei jedoch nicht durch den Transport entstanden, sondern es handele sich um einen Vandalismusschaden. Die Reparaturkosten trägt die Städtische Immobilienwirtschaft, da der Verursacher nicht zu ermitteln war.

Ärgerlich, aber schwierig zu ändern: „Grundsätzlich sind solche Schäden kaum vermeidbar, wenn Schulhöfe auch außerhalb der Schulzeiten für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben sollen.“

Im Falle des Phoenix-Gymnasiums sei dies aufgrund der Wegeführung über den Schulhof notwendig. Ein innenliegender Sonnenschutz wäre keine Alternative für Container, da sich diese dann zu stark aufheizen würden.

Schlecht einsehbarer Schulhof ist anfällig für Zerstörungen

Damit ist gut möglich, dass die verbogenen Lamellen nicht der letzte Schaden an den Schulcontainern bleiben werden. „Im Bereich Seekante gibt es immer wieder Sachbeschädigungen“, sagt Polizei-Sprecher Peter Bandermann.

Der Schulhof sei nicht umzäunt und schlecht einsehbar, das erhöhe die Wahrscheinlichkeit für Vandalismus. 15 Einträge wegen Sachbeschädigung hat die Polizei im vergangenen Jahr für diesen Bereich verzeichnet.

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