Neue Rettungswache nahe des Tagesbruchs: Machbarkeitsstudie abgeschlossen

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Die Rettungswachen-Pläne an der Emscherallee sorgten wegen der Nähe zum Tagesbruch für Diskussionen. Ob dort gebaut werden kann, sollte eine Machbarkeitsstudie klären. Jetzt sind die Ergebnisse da.

Huckarde

, 11.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als im Februar das Grundstück neben dem Lidl an der Huckarder Allee 27 gerodet wurde, lief die Gerüchteküche in Huckarde auf Hochtouren. Schnell machte das Gerücht einer neuen Polizeistation die Runde.

Doch bei allen Spekulationen in Facebook-Gruppen und im Umfeld des Supermarktes konnte sich niemand so richtig vorstellen, dass so nah an dem berüchtigten Tagesbruch auf der Emscherallee überhaupt etwas neu gebaut wird.

Allerdings machte Stadt-Pressesprecher Christian Schön bereits Ende Februar klar, dass genau das im Idealfall der Plan ist. „Das Liegenschaftsamt erstellt zur Zeit eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Rettungswache auf dem besagten Grundstück“, erklärte er damals.

Wache soll Provisorium ersetzen

Nötig sei diese neue Rettungswache nicht etwa, weil der Bereich schlecht versorgt wäre, stellte Feuerwehr-Pressesprecher Andreas Pisarski klar. Die Wache soll lediglich das Provisorium der derzeitigen Wache 12 an der Allensteiner Straße ersetzen.

Seit 2009 befindet sich dort auf einem ehemaligen Schlachthof eine provisorische Rettungswache, die dringend an einen dauerhaften Standort umziehen soll. Inzwischen ist klar: Dem Umzug auf das Grundstück zwischen Huckarder Allee, Emscherallee und Hülshof steht nichts im Wege.

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„Die Machbarkeitsstudie für den Standort der neuen Rettungswache 12 a in Dortmund-Huckarde ist in der letzten Woche durch das Liegenschafsamt abgeschlossen worden“, teilt Stadt-Pressesprecher Michael Meinders am Montag (10.8.) auf Anfrage dieser Redaktion mit.

Geplant sei eine zweigeschossige Rettungswache mit insgesamt circa 1000 Quadratmetern Fläche, wobei die Grundfläche circa 500 Quadratmeter messen wird. Bislang seien zwei Wege, die auf das Gelände beziehungsweise vom Gelände weg führen, geplant.

Das Schachtbauwerk im Herzen des Tagesbruchs an der Emscherallee soll die Stabilität des Bereichs sichern.

Das Schachtbauwerk im Herzen des Tagesbruchs an der Emscherallee soll die Stabilität des Bereichs sichern. © Carolin West

Rettungswache soll in drei bis vier Jahren betriebsbereit sein

Eine Alarmausfahrt soll auf die Emscherallee führen, die allgemeine Aus- und Zufahrt soll an der Huckarder Allee entstehen. Für die weitere Planung werde das Projekt nun nach Abschluss der Machbarkeitsstudie im letzten Quartal 2020 an die Städtische Immobilienwirtschaft übergeben.

Eine Inbetriebnahme der Rettungswache sei gegenwärtig für das Jahr 2023 oder 2024 angedacht, so Michael Meinders. Die Sorgen der Anwohner, die Bodenbeschaffenheit nahe des Tagesbruchs könnte zu unsicher für einen solchen Neubau sein, haben sich somit nicht bewahrheitet.

Mitte 2021 sollen die Arbeiten rund um den Tagesbruch an der Emscherallee beendet sein. Nach ausgiebigen Prüfungen und Wiederaufbau-Maßnahmen sowie Leitungs-Reparaturen im Bereich des Bruchs soll die Stelle wieder vollkommen sicher sein.

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