Neue Gastro-Leitung im Cabaret Queue kochte für Hollywood-Stars

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Asteriá Toutziári ist Griechin, hat lange karibisch und französisch gekocht und ist nun die gastronomische Leitung des Cabaret Queue. Kulinarisch hat sich an der Hermannstraße einiges getan.

von Alexandra Wachelau

Hörde

, 06.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Viele Gäste wissen leider immer noch nicht, dass wir auch Gastro können“, bedauert Georg Delfmann. Wo sie denn das Essen bestellen würden – diese Frage habe er im Cabaret Queue schon häufiger gehört.

Das soll sich in Zukunft ändern. Der Veranstaltungsort hat nicht nur eine eigene Küche, sondern inzwischen eine eigene gastronomische Leitung: Die Griechin Asteriá Toutziári hat hier seit dem 1. Oktober kulinarisch das Sagen.

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Bereits jetzt hat sich einiges getan an der Hermannstraße 74. „Der Fokus lag immer bei den Veranstaltungen, das wird auch in Zukunft so bleiben“, betont Inhaber Georg Delfmann. Die Küche am Cabaret Queue bleibt mediterran, neu ist dagegen das Frühstücksangebot mit hausgemachtem Kuchen.

Das Cabaret Queue bietet in Zukunft auch Frühstück und hausgemachten Kuchen an.

Das Cabaret Queue bietet in Zukunft auch Frühstück und hausgemachten Kuchen an. © Cabaret Queue

Dass dieser Schritt – mitten während der Corona-Pandemie – ein gewagter ist, weiß die Griechin. Doch sie ist sich sicher: „Wir schaffen das.“ Mit bekannten Konzepten und Gerichten soll die Stammkundschaft des Cabarets ausgeweitet werden. Der Standort an der Hermannstraße soll gastronomisch eigenständiger werden.

Asteriá Toutziári kochte bereits für Millionäre

Dass Toutziári (39) für diese Aufgabe eine gute Wahl ist, zeigt bereits ihr Lebenslauf: Nach ihrer Ausbildung zur Köchin wurde sie in ihrem Heimatland an der Athener School of Culinary Arts aufgenommen, 2011 zog sie auf die französische Karibikinsel St. Barths.

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Dort bekochte sie unter anderem Stars wie Roman Abramovich und Schauspieler Owen Wilson. Hier gab es Hummer, Cervice und viel Wein und Käse. Aus privaten Gründen, wie sie im Interview mit der Redaktion verrät, zog es sie dann wieder nach Europa: „Deutschland ist näher an Griechenland als die Karibik“, sagt Asteriá Toutziári. Sie landete schließlich in Dortmund.

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Hier lernte sie nicht nur ihren Mann, sondern auch ihre zweite große Liebe kennen: die kleine Küche im Cabaret Queue. „Ich war verliebt“, schwärmt die Griechin. Seit rund zwei Jahren ist sie im Cabaret Küchenchefin. Jetzt leitet sie die gesamte Gastro im Queue.

Und obwohl die kulinarischen Angewohnheiten der Dortmunder für die gelernte Köchin anfangs gewöhnungsbedürftig waren, ist sie voller Elan, das Haus an der Hermannstraße nun auch als Restaurant zu etablieren – nicht nur als Veranstaltungsort.

Neue Öffnungszeiten mit Frühstück und Kuchen

Durch das neue Konzept ändern sich auch die Öffnungszeiten des Cabarets: dienstags bis samstags ist von 10 Uhr bis 24 Uhr geöffnet, sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr. Die Abendkarte wird ab 17 Uhr gereicht, Frühstück gibt es bis 13 Uhr.

Neue Gastro-Leitung im Cabaret Queue kochte für Hollywood-Stars

© Cabaret Queue

Bisher muss sich das noch herumsprechen. „Das ist eine ganz große, schwierige Aufgabe: Den Leuten die Angst zu nehmen“, sagt Fred Ape. Momentan laufen im Cabaret Queue zwei Veranstaltungen am Abend, allerdings nur mit halbierter Publikumszahl.

So geht das Queue mit der Corona-Pandemie um

Mit einer Plexiglasscheibe vor der Bühne werden im Cabaret nicht nur die Gäste, sondern auch die Mitarbeiter und die Künstler geschützt: „Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil man gerade quasi vor einem Spiegel spielt“, sagt Fred Ape, der selbst häufig auf der Bühne steht. Doch „der Sound ist super. Mit Masken aufzutreten wäre für uns keine Option gewesen“, sagt Ape.

Die Rückmeldungen der Gäste seien positiv, viele Veranstaltungen sind schon wieder ausverkauft. Auch die Dinnershows laufen wieder gut.

„Wir haben in beiden Bereichen eine super Qualität: Sowohl in der Kulinarik als auch in der Comedy“, sagt Fred Ape. Asteriá Toutziári ist für ihren Bereich der lebende Beweis. Obwohl die Griechin den frischen Fisch in Dortmund schmerzlich vermisst, ist sie sicher, ihr Können auch in der Dortmunder Küche richtig einsetzen zu können. „Beim Kochen ist die Phantasie die Grenze“, sagt sie.

Neues Programm für Oktober und November

  • Thomas Reis startet am 9. Oktober (Freitag) mit seinem Kabarett-Programm „Mit Abstand das Beste“ um 19.30 Uhr. Die Show wurde vom 27. März verlegt.
  • Ebenfalls verlegt wurde der Auftritt der Komödiantin Maria Vollmer „Tantra, Tupper & Tequila“ auf den 10. Oktober (Samstag) um 19.30 Uhr.
  • Die „Dinner Attacke“ startet mittwochs am 14. und 24. Oktober sowie am 11., 18. und 25. November jeweils um 18.30 Uhr. Das Buffet ist mediterran, die Show besteht aus Comedy, Musik, Varieté und Kabarett.
  • Bei „Lachen, Live & Lecker“ wird ebenfalls Kulinarik und Comedy kombiniert. Am 29. Oktober gibt es ab 18.30 Uhr ein vier-Gänge-Menü mit Kleinkunst.
  • Am 5. November (Donnerstag) steht Stephan Bauer mit zwei Vorstellungen auf der Bühne: Um 18.30 Uhr und um 21 Uhr.
  • Eintrittspreise, das vollständige Programm und Tickets gibt es auf der Website.

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