Treffen in der Öffentlichkeit sind in Dortmund künftig ab dem 1. Dezember vorerst nur noch mit maximal fünf Personen erlaubt. © Stephan Schütze
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Neue Corona-Regeln in Dortmund: Mehr Maskenpflicht ist möglich

Ab dem 1. Dezember sollen neue Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus gelten. Was sich in Dortmund genau ändert, dazu gibt es bisher nur schwammige Antworten.

Bund und Länder haben sich am Mittwoch (25.11.) auf neue Corona-Schutzmaßnahmen geeinigt. Einige davon gelten in Dortmund ohnehin schon größtenteils, andere könnten im öffentlichen Leben für weitere Einschränkungen sorgen.

Bis zum 20. Dezember soll die Zahl der erlaubten Kontakte in der Öffentlichkeit von zehn auf fünf aus maximal zwei Haushalten beschränkt werden. Kinder unter 14 Jahren werden nicht hinzugerechnet. Über die Weihnachtsfeiertage und an Silvester soll die Zahl der erlaubten Kontakte wieder zeitweise auf zehn erhöht werden – ohne Haushaltsbegrenzung.

In Dortmund gilt die Fünf-Personen-Regel schon seit Mitte Oktober, als die Sieben-Tage-Inzidenz die Grenze von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hatte, auch wenn sie ein wenig laxer war: Bei den 5er-Gruppen gab es bisher keine Beschränkung bezüglich der Haushalte.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hält die Verlängerung des Teil-Lockdowns in einer Stellungnahme zu den Bund-Länder-Beratungen „aus infektiologischer Sicht für sinnvoll“.

Ein weiterer Beschluss der Bund-Länder-Runde: die Erweiterung der Maskenpflicht auf alle Orte mit viel Publikumsverkehr. Demnach könnte auch unter freiem Himmel das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend werden, wenn sich dort Menschen auf engem Raum oder über einen längeren Zeitraum aufhalten.

Dies hält die Stadtverwaltung ebenfalls für eine „sinnvolle Maßnahme, um virale Ausbreitung zu verhindern“. Die Frage, welche Orte für eine erweiterte Maskenpflicht in Frage kämen, bleibt aber unbeantwortet.

Maskenpflicht könnte ausgeweitet werden

„Es bleibt abzuwarten, was das Land NRW tatsächlich in seine Corona-Schutzverordnung aufnimmt und definiert. Danach würde die Stadt Dortmund gegebenenfalls die bestehende Allgemeinverfügung auf die neuen gesetzlichen Grundlagen anpassen“, heißt es in der Stellungnahme.

Bisher gilt unter freiem Himmel die Maskenpflicht in Dortmund „jederzeit“ in der Fußgängerzone Westenhellweg und Ostenhellweg, Brückstraße, Münsterstraße und Nordmarkt, auf den Wochenmärkten sowie in den Einkaufsstraßen in den Stadtbezirkszentren zwischen 9.30 und 18.30 Uhr.

Theoretisch denkbar wäre eine Erweiterung auf andere belebte Einkaufsstraßen wie die Kaiserstraße oder auf beliebte Ausflugsziele wie den Westfalenpark.

Keine Antworten der Stadt auf offene Fragen bis zur neuen Corona-Schutzverordnung

Auf Nachfragen zu den neuen Corona-Schutzmaßnahmen reagiert die Pressestelle der Stadt Dortmund am Donnerstag zugeknöpft. „Wenn es dann etwas zu verkünden gibt, dann verkünden wird das“, sagt etwa Stadtsprecherin Anke Widow.

Die Zurückhaltung hat vor allem den Grund, dass erst eine neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vorliegen muss. Mit einer neuen Fassung der Landesverordnung wird spätestens bis Montag (30.11.) gerechnet.

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Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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