Das Restaurant „Der Schneider“ von Küchenchef Phillip Schneider ist eines der besten Restaurants Dortmunds. © Dieter Menne (Archivbild)
Spitzen-Gastronomie in Dortmund

Neue Corona-Lockerungen in Sicht – wann öffnen Dortmunds Sternerestaurants?

Dortmunds Gastronomen dürfen ab Freitag wieder Gäste drinnen bewirten. Darauf haben Dortmunds vier Sternerestaurants sehnsüchtig gewartet. Wann machen sie wieder auf? Die Antwort überrascht.

Die sehnsüchtigen Fragen gehören bei Dirk Grammon mittlerweile fest zum Tagesablauf. Mindestens zehn Anrufe pro Tag bekommt das Restaurant des Dortmunder Sternekochs in Brackel, bei denen immer die gleiche Frage gestellt wird: „Wann können wir wieder bei Ihnen essen?“

Über sieben Monate ist es mittlerweile her, seit Dortmunds Restaurants, Kneipen und Cafés das letzte Mal Gäste in ihren Lokalen bewirten durften. Am Freitag (11.6.) fällt dieses Verbot – Dortmunds mittlerweile stabil unter 50 liegenden Corona-Inzidenz sei Dank.

Drei neue Sterne-Restaurants wollen getestet werden

In der Gourmet-Szene der Stadt ist die Sehnsucht besonders groß: Schließlich gibt es in der Spitzengastronomie neben dem Platzhirsch, dem „Palmgarden“ in der Spielbank Hohensyburg, seit März drei weitere Restaurants in Dortmund mit einem Michèlin-Stern: das oben genannte „Grammons“, das „Der Schneider“ in Wambel und das „Iuma“ in Kirchhörde.

Seit Monaten warten Dortmunds Gourmets darauf, die drei neuen Sternerestaurants auszuprobieren. Noch sind sie alle geschlossen, genau wie das Palmgarden. Die bereits erlaubte Außengastronomie lohnt sich nicht für die aufwändige und teure Spitzen-Gastronomie. „Wir brauchen die Innenräume“, sagt Grammon.

Eine Umfrage unserer Redaktion zeigt jedoch: Trotz der anstehenden Lockerungen werden sich die Feinschmecker noch etwas länger gedulden müssen.

„Das dauert noch“, sagt etwa Phillip Schneider, Sternekoch und Namensgeber des Edel-Restaurants in Wambel. „Wir schauen uns erstmal ganz genau an, wie sich die Zahlen weiter entwickeln.“

Spitzen-Gastronomie brauche ein hohes Maß von Planungssicherheit, erklärt Schneider: „Wenn ich aufmache, muss ich einen Warenbestand von 20.000 Euro einkaufen.“ Die Lebensmittel würden schlecht werden, müsste er kurze Zeit später wegen steigender Inzidenzen wieder schließen. Für realistisch hält er eine Wiedereröffnung Anfang August.

Ganz so lange wie Schneider will Dirk Grammon nicht warten. Anfang bis Mitte Juli peilt er als Neustart-Termin für den Restaurant-Betrieb im Grammons an – „ein genaues Datum gibt es noch nicht“, sagt er. „Bis dahin genießen wir unsere Weinbar.“ Die ist seit vergangenen Freitag geöffnet, natürlich nur draußen, versteht sich.

Für die beiden anderen Sternerestaurants der Stadt gibt es hingegen schon konkrete Termine für ihre Wiedereröffnung, verrät Dortmunds dienstältester Sternekoch Michael Dyllong: Im Palmgarden kann man ab dem 5. August wieder dinieren.

Das Iuma – Dyllongs zweites Sternerestaurant, in dem er aber nicht kocht – soll bedeutend früher wieder öffnen. Ab dem 7. Juli steht dort Küchenchef Pierre Beckerling wieder in der offenen Showküche.

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Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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Thomas Thiel

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