Neue Betreiber für Ex-“Waldschenke“ im Zoo - und das verwaiste „Flamingo“ öffnet wieder

dzGastronomie am Zoo

Wer Hunger hatte, stand im Zoo lange Zeit vor geschlossenen Türen. Jetzt gibt es neue Gastronomie-Betreiber. Und für das lange verwaiste Lokal am Zoo-Eingang zumindest eine Übergangslösung.

Dortmund

, 23.08.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Reichlich Baustellen für neue Tiergehege gibt es im Zoo. Das gilt auch für die Gastronomie. Ein halbes Jahr war die traditionsreiche „Waldschenke“ im Zoo geschlossen. Seit dem Frühjahr gibt es jetzt einen neuen Betreiber des traditionsreichen Lokals direkt am Zoo-Spielplatz - und einen neuen Namen: „Peacock“, englisch für Pfau, heißt das Lokal jetzt.

Und passend zum exotischen Titel gibt es jetzt ein exotisches Angebot: Neben den traditionellen Schnitzel- und Pommes-Gerichten vor allem für junge Zoo-Besucher bieten Pächterin Navnit Kaur und ihr Mann Tarsem Singh auch indische Gerichte. „Die kommen super an“, freut sich die gebürtige Inderin nach den ersten Monaten.

Neue Betreiber für Ex-“Waldschenke“ im Zoo - und das verwaiste „Flamingo“ öffnet wieder

Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter und Dezernentin Birgit Zoerner freuen sich mit Tarsem Singh und Pächterin Navnit Kaur über den erfolgreichen Start des Café "Peacock" im Zoo. © Oliver Schaper

Deshalb hat sie sich entschlossen, zumindest vorübergehend die zweite Gastronomie-Lücke am Zoo ebenfalls zu stopfen: Das Gastronomen-Paar bewirtschaftet an den Wochenenden auch die Gastronomie am Zoo-Eingang, die unabhängig von einem Zoo-Besuch etwa von Spaziergängern im Botanischen Garten Rombergpark genutzt werden kann.

Langer Leerstand

Zuletzt stand das lange Zeit als „Kronen am Zoo“ betriebene Lokal unter keinem guten Stern. Gemeinsam mit dem Zoo-Eingangsbereich war es in den vergangenen Jahren umgebaut worden. Und dabei gab es reichlich Verzögerungen. Insgesamt dauerten die Bauarbeiten mit mehrfachen Unterbrechungen drei Jahre.

Unter dem Namen „Zeta und Essed“ nahm dann Anfang 2017 ein neuer Pächter den Betrieb wieder auf, musste allerdings nach knapp einem Jahr Insolvenz anmelden. Nachfolger „Due Leoni“, der im Mai 2018 eröffnete, hielt es noch kürzer. Schon Ende 2018 ließen die Betreiber den Pachtvertrag mit der Stadt wieder auslaufen.

Die Suche nach einer dauerhaften Lösung gestaltet sich für die Stadt weiter schwierig. „Ausschreibungen blieben bislang erfolglos“, berichtet Stadtsprecher Michael Meinders auf Anfrage. Für das weitere Ausschreibungsverfahren hat sich die Stadt nun sogar einen Gastronomieberater mit ins Boot geholt.

Aber es gibt nun zumindest eine Übergangslösung: Bis Ende November ist das Lokal an die Betreiber des Peacock-Cafés verpachtet. Sie betreiben das Lokal unter dem Titel „Flamingo“ vorerst an den Wochenenden, von Freitag bis Sonntag zwischen 11 und 21 Uhr.

Zwischen Schnitzel und Pakoras

Das Speisenangebot ist einerseits gutbürgerlich mit Schnitzel, Pommes, Burgern und Bratkartoffeln. Aber auch hier gibt es indische Spezialitäten wie Samosas und Pakoras - gebackene Teigtaschen mit diversen Füllungen, die mit Chutneysauce und süß-saurem Dip serviert werden. Nachmittags werden Kaffee und Kuchen angeboten. An vier Abenden soll es ein indisches Büffet geben, kündigt Navnit Kaur an.

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