Neue Ausstellung ist "Oase in der Wüste"

Reinoldikirche

DORTMUND Dass sie die Oase in der Wüste sein möchte, will die Obdachlosenhilfe anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens mit der Ausstellung "Wüsten-Zeiten" in der Reinoldikirche verdeutlichen.

von Von Karin von Cieminski

, 26.08.2009, 17:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verloren- und Willkommensein zeigen die Beteiligten mit der Ausstellung "Wüsten-Zeiten".

Verloren- und Willkommensein zeigen die Beteiligten mit der Ausstellung "Wüsten-Zeiten".

Sich ausgeschlossen in der Großstadt fühlen, die karg und abweisend ist - das zeigen die Schwarz-weiß-Fotografien des verstorbenen Künstlers Sigurd Maschke. Schroff ist die Oberfläche der Malereien von Antje Hassinger. Ihre Werke in erdigen Tönen strömen Ruhe aus.

"Ruhe ist das, was die Besucher hier oft suchen, wenn sie sich eine kurze Auszeit nehmen", weiß Presbyterin Monika Dürger, die seit Beginn der Obdachlosenhilfe als Ehrenamtliche dabei ist. Egal aus welchem Umfeld die Menschen kommen, die sich die Ausstellung ansehen, alle sollen etwas mitnehmen.Hilfsbedürtige sollen sich willkommen wissen

"Nicht jeder soll gleich eine Obdachlosenhilfe gründen", so Dürger, "kann aber selbst gutes im Alltag tun." Und auf der anderen Seite solle sich herumsprechen, dass Hilfsbedürftige willkommen seien. Auch dass sie durchaus mehr bekommen können als etwas zu essen: Seelsorge und individuelle Betreuung.

Die Obdachlosenhilfe St. Reinoldi lädt an fünf Wintersonntagen zu diesem Angebot ein - abwechselnd mit 14 anderen Gemeinden. Dann finden sich dort 120 bis 150 Menschen, die in Not geraten sind, ein. Die Eröffnung ist am Freitag (28.8.) um 19 Uhr mit einer musikalischen Lesung mit Ines Burkhardt (Kammerschauspielerin), Maik Hester (Konzertakkordeon), Wibke Voigt (Querflöte) und Stefan Lacatos (Trimba-Percussion).

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