Grüne Welle für Fußgänger und Radfahrer verspricht die Stadt jetzt an einer Wallkreuzung. © Stephan Schütze
Verkehrswende in Dortmund

Neue Ampelschaltung am Wall: Grüne Welle für Fußgänger statt Autos

Die Stadt Dortmund macht Ernst mit dem Versprechen, die Bedingungen für Fußgänger zu verbessern. An einer zentralen Wallkreuzung gibt es eine neue Ampelschaltung, die auch Autofahrer bemerken.

Der Dortmunder Wall ist an einer zentralen Kreuzung als Fußgänger wegen der ungünstigen Ampelschaltung nur mit einer Pause auf der Mittelinsel zu überqueren. Und dort kann es bisweilen eng werden, denn der Übergang wird viel genutzt. Bis zu 500 Passanten pro Stunde werden dort gezählt.

Die Rede ist von dem Weg vom Burgtor zur Brückstraße. Jetzt ist aus Fußgängersicht aber Besserung in Sicht. „Damit der Fußverkehr an der Kreuzung Burgtor/Königswall/Burgwall die fünf Fahrspuren des nördlichen Walls in einem Zuge queren kann, wird am Burgtor die Grüne Welle für den Autoverkehr in West-Ost-Richtung vom Hauptbahnhof in Richtung Schwanenwall angehalten“, kündigt die Stadt an.

Der Fußgängerübergang am Burgtor wird viel genutzt. ist bislang aber nur mit einer Pause zu überqueren. © Schaper (A) © Schaper (A)

Im Gegenzug können dann Fußgängerinnen und Fußgänger den Wall bei Grünlicht in einem Rutsch überqueren und müssen nicht mehr auf der Mittelinsel pausieren. Die Ampelanlage werde dafür am Dienstag (7.9.) umgestellt, kündigt die Stadt an. Das bedeute eine deutliche Verbesserung für den Fußverkehr und eine attraktivere Anbindung der Nordstadt an die City. Autofahrer müssen dann unter Umständen länger warten.

Die Förderung des Fußverkehrs ist eine Maßnahme aus dem EU-Förderprojekt „Emissionsfreie Innenstadt“, das zurzeit in Dortmund umgesetzt wird, um umweltfreundliche Mobilität zu unterstützen. In Bürgerveranstaltungen waren dazu aus Fußgänger-Sicht immer wieder Verbesserungen vor allem beim Überqueren des Wallrings gefordert worden. Ein Verkehrsgutachter hatte daraufhin alle Kreuzungen des Wallrings untersucht und Empfehlungen abgegeben.

Jetzt folgen Taten: Die Kreuzung am Burgtor ist die erste Kreuzung, bei der die Ampelschaltungen für Fuß- und Radverkehr verbessert werden. Aber sie soll nicht die einzige bleiben. Voraussichtlich noch im September werde am westlichen Übergang an der Kreuzung Neutor über den Südwall – also unmittelbar vor dem Stadthaus – die Grünzeit für Fußgänger verlängert, kündigt die Stadt an.

Und wenn der Radwall an Schwanen- und Ostwall voraussichtlich im Herbst 2022 fertiggestellt ist, sollen dann auch die Grünphasen für Fußgänger an der Kreuzung Ostentor vom Brüderweg über den Schwanenwall verlängert werden, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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