Neubauten in Oespel: Der Kreisverband Wohneigentum weist die Vorwürfe der Siedler zurück

dzSiedlungen in Oespel

Die Mehrheit der Oespeler Siedler wehrt sich gegen den Neubau zweier Mehrfamilienhäuser. Einige kündigten den Austritt aus dem Verband Wohneigentum an. Der nimmt jetzt Stellung zum Thema.

Oespel

, 24.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Stein des Anstoßes ist der Neubau zweier Mehrfamilienhäuser in den Oespeler Siedlungen. Für beide Objekte liegt inzwischen eine Baugenehmigung der Stadt vor. Die Siedler wollen den Bau weiterhin verhindern, bezeichnen ihn als „Zerstörung der Siedlungsstrukturen“, und fühlen sich vom Kreisverband Wohneigentum allein gelassen.

„Der Kreisverband Dortmund hat mit allen Möglichkeiten versucht, den Siedlergemeinschaften in Oespel zur Seite zu stehen“, schreibt der Verband hingegen in einer Stellungnahme. Die Grenzen des Rechtes liegen jedoch auf Seiten des Bauträger Froese, nicht der Siedler.

Die Firsthöhe ist an die umliegenden Firste angepasst

Zumindest aber werde die Firsthöhe des Neubaus am Sämannweg die der umliegenden Gebäude nicht übersteigen. „Auch der Vorgarten mit seinen Stell- und Garagenplätzen wird sich in das Gesamtgefüge der Siedlung einpassen“, schreibt der Kreisverband Wohneigentum. Bereits in der Vergangenheit habe es hier bauliche Erweiterungen in der Nachbarschaft gegeben, „die im Übrigen nicht in das Siedlungsbild passten“, kritisiert der Verband.

„Nun in unangemessener Weise dem Kreisverband Dortmund Untätigkeit und versteckt Unfähigkeit vorzuwerfen, ist reine Polemik, die wir entschieden zurückweisen“, schreibt der Verband weiter. „Der Kreisverband ruft die Oespeler Siedler zu ernster Besonnenheit auf und nicht durch Aufrufe zum Austritt Schäden sowie nicht zu vertretende Nachteile für die Siedlerfamilien damit herauf zu beschwören.“

Die Siedler wollen aus dem Verband austreten

Denn der Streit um die Neubauten hat dazu geführt, dass einige Siedler ihren Austritt aus dem Verband Wohneigentum ankündigten. „Mehrere Mitglieder der Siedlungsgemeinschaften in Oespel werden voraussichtlich zum Jahresende ihre Mitgliedschaft im Kreisverband Wohneigentum kündigen“, schrieben Gerd Hötzel, Willi Oetting und Otto Stock von der Siedlergemeinschaft (SG) Oespel 2 Anfang dieses Monats.

Niemand habe sich für die Bedenken der Anwohner interessiert, die sich unter anderem um erhöhtes Verkehrsaufkommen und Parkplatznot drehen. Immerhin sei zu erwarten, so die Siedler, dass sich die Zahl der Fahrzeuge verfünffache.

Derartige Probleme sehen der Kreisverband und der Bauträger nicht. Stattdessen gehen sie in einem anderen Punkt auf die Siedler zu. „Der Bauträger hat auf das Befragen durch den Kreisverband Dortmund gern in Aussicht gestellt, den Oespeler Siedlerfamilien ein Erstzugriffsrecht auf die neu entstehenden Wohnungen einzuräumen“, schreibt der Kreisverband. Somit haben die Siedler die Möglichkeit, auf die Wohnungen zuzugreifen bevor sie auf den Markt kommen.

Lesen Sie jetzt
Dorstener Zeitung Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund

Söhne einer verstorbenen Patientin rasten aus und verletzen zwei Klinik-Mitarbeiterinnen