Das erste Haus steht bereits. Und der nächste Spatenstich steht bevor. Im neuen Wohnquartier Luisenglück in Barop soll jetzt alles ganz schnell gehen. Mit großen Zielen.

Hombruch

, 05.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

2000 neue Wohnungen sollen pro Jahr in Dortmund entstehen. Dieses ehrgeizige Ziel hat der städtische Planungs- und Wohnungsdezernent Ludger Wilde ausgegeben. Der Stadtbezirk Hombruch könnte einen großen Beitrag dazu leisten: Auf zwei alten Industriearealen in Barop sollen zusammen mehr als 600 neue Wohnungen entstehen.

Die Konturen des ersten neuen Wohnquartier zeichnen sich bereits ab. Die H.H. Projektentwicklung hatte das fünf Hektar große, seit vielen Jahren brachliegende Areal des einstigen Bauunternehmens Schroerbau gekauft. Vor genau drei Jahren haben an der Straße Luisenglück die Arbeiten begonnen - erst einmal mit umfangreicher Bodenaufbereitung.

Auf dieser Fläche an der Straße "Luisenglück" soll die neue Polizeiwache in Barop entstehen.

Auf dieser Fläche an der Straße "Luisenglück" soll die neue Polizeiwache in Barop entstehen. © Britta Linnhoff

Nach dem Bebauungsplan, der kurz vor dem Abschluss steht, soll hier ein urbanes Gebiet entstehen - mit Gewerbe, sozialen Einrichtungen und Wohnen. „Das ist ein Stück Strukturwandel in Hombruch“, stellte Bezirksbürgermeister Hans Semmler mit Blick auf die lange Industriegeschichte des Geländes fest.

Erste Neubauten stehen schon

Schon Anfang 2018 wurde ganz im Süden ein neues Fachmarktzentrum unter anderem mit einem Aldi-Markt eröffnet. Fast fertiggestellt ist gleich nebenan der erste Neubau. Er bietet Platz für eine achtgruppige Kita und 24 Wohnungen.

Anfang September will der städtische Kita-Betreiber Fabido den Kita-Betrieb zunächst mit dem Umzug der alten Kita „Am Hombruchsfeld“ starten. Nach und nach kommen dann weitere Gruppen dazu. Am Ende wird es mit bis zu 145 Kindern die größte städtische Kita im Dortmunder Süden sein.

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Auch die ersten Wohnungsmieter sollen Anfang September einziehen, kündigte Harald Evers von der H.H. Projektentwicklung jetzt bei einem Ortstermin an. Und er weckte gemeinsam mit den beauftragten Architekten Susanne Schamp und Richard Schmalöer Vorfreude auf die weiteren Neubauten, die nun zügig folgen sollen.

Hohe architektonische Qualität

„Das erste Gebäude setzt schon Maßstäbe“, freute sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Hier entsteht ein eigenständiges Quartier mit hoher architektonischer Qualität“, kündigte Planungsdezernent Ludger Wilde an.

So soll das neue Seniorenheim am Hombrucher Bogen nach den Plänen des Architekturbüros Schamp und Schmalöer aussehen.

So soll das neue Seniorenheim am Hombrucher Bogen nach den Plänen des Architekturbüros Schamp und Schmalöer aussehen. © Schamp und Schmalöer

Denn die hohen Maßstäbe sollen auch für die weiteren Neubauten gelten. Schon im September wurde am Nordrand des Geländes mit dem Bau eines neuen städtischen Seniorenheims nach den Plänen des Büros Schamp und Schmalöer begonnen. In dieser Woche findet die Grundsteinlegung statt. Das Heim mit 80 Pflegeplätzen und zwei Wohngruppen für Senioren ersetzt das alte städtische Heim „Weiße Taube“ in Kirchhörde.

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Danach folgen zunächst in zwei Reihen westlich der Straße Luisenglück Neubauten mit Wohnungen, Büros und Gewerbe. Ein Nutzer steht bereits fest: Die Polizeiwache Hombruch wird hier 2022 einziehen. Die vier Gebäude gruppieren sich um eine grüne Passage, die sich um das als „Hombrucher Bogen“ konzipierte Neubaugebiet zieht. Sie endet an einem Gebäude, das ein Cafe beherbergen soll.

In erster Reihe entstehen an der Straße Luisenglück Neubauten mit Wohnen, Gewerbe - und der neuen Polizeiwache für Hombruch.

In erster Reihe entstehen an der Straße Luisenglück Neubauten mit Wohnen, Gewerbe - und der neuen Polizeiwache für Hombruch. © Schamp und Schmalöer

An der Südseite sind drei weitere Mehrfamilienhäuser mit zusammen 54 Wohnungen geplant, im Norden neben dem Seniorenheim ein Neubau für betreutes Wohnen. Und auch das markante Ritter-Hochhaus soll für Wohnzwecke und für kleinere Gewerbe-Einheiten umgebaut und erweitert werden, kündigte Architektin Susanne Schamp an.

Bauträger für Einfamilienhäuser

Inmitten des Hombrucher Bogens sollen nach dem städtebaulichen Entwurf zwei Dutzend Einfamilienhäuser entstehen, die ein Bauträger realisieren will - in der Hoffnung, dass er in Sachen Architektur den Vorbildern der Schamp und Schmalöer-Bauten folgt. Insgesamt sollen so gut 300 Wohneinheiten entstehen - nach den Vorgaben der Stadt zu mindestens 25 Prozent mit öffentlicher Förderung. Bis Ende 2023 soll alles stehen, kündigte Evers einen „strammen Zeitplan“ an.

Straße wird neu gestaltet

Dazu gehört auch der Bau neuer Straßen im Baugebiet. Ganz am Ende steht die Neugestaltung der Straße Luisenglück mit Rad- und Gehwege und viel Grün. Ideal ist auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr in unmittelbarer Nähe der U42 und der S-Bahn-Linie 5.

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Der „Hombrucher Bogen“ ist aber nicht das einzige große neue Wohngebiet. Weitere rund 340 Wohnungen sollen ab 2021 auf dem Gelände der alten Schreck-Mieves-Gleisfabrik an der Straße „An der Witwe“ entstehen.

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