Nach den Vorwürfen eines Dortmunder Kunden bezieht die betroffene Fitnesskette nun Stellung. © dpa/ Rolf Vennenbernd
Corona-Lockdown

Nach Vorwürfen: Fitnesskette bezieht Stellung und verspricht Besserung

Die Fitnesskette Fit One war von einem Dortmunder Kunden wegen Vorgängen rund um eine Kündigung kritisiert worden. Nun meldet sich das Unternehmen zu Wort - und stellt einiges klar.

Das Fitness-Unternehmen Fit One habe Verträge verlängert und fristgerechte Kündigungen nicht eingehalten, lauteten die Vorwürfe des Dortmunder „Fit One“-Kunden Raphael. Nach unserem Bericht nahm das Unternehmen Kontakt mit Raphael auf – und erklärt nun seine Sicht der Dinge.

Das war passiert: Raphael und seine Freundin aus Dortmund haben im Sommer vergangenen Jahres ihre Kündigung der Mitgliedschaft beim Dortmunder Fitnessstudio Fit One eingereicht, berichteten sie. Die Kündigung seiner Freundin sei nicht bestätigt und beachtet worden, sagte Raphael gegenüber unserer Redaktion.

„Fit One“ habe mehrere Wege, den Kunden die Beiträge zu erstatten

Außerdem würde das Studio den Beitrag für die Monate, in denen das Studio Corona-bedingt geschlossen ist, auf das Kundenkonto der Mitglieder gutschreiben statt ihn auszuzahlen. Damit könne man nur Merchandise oder Proteinpulver kaufen, so Raphael.

Fit One hat nun reagiert und erklärt, dass dies nur einer der Wege der Kette sei, die Beiträge zurückzuerstatten. „Alle bezahlten Mitgliedsbeiträge während der Schließzeit werden den Kunden vergütet, entweder in beitragsfreier Trainingszeit oder durch Sonderaktionen“, sagt Michael Mühleck, der bis Ende des vergangenen Jahres Geschäftsführer des Unternehmens war und sich nun um die Kundenbeschwerden kümmert.

Zeit der Schließung kann kostenfrei an das Vertragsende angehängt werden

Es sei demnach möglich, als Ausgleich für die Zeit der Schließung nach Auslaufen des Vertrags kostenfrei weiter zu trainieren – wie auch in vielen anderen Fitnessstudios –, wenn der Kunde das wünscht.

„Wir geben ferner den Mitgliedern die Möglichkeit eines Zahl- oder Abbuchungsstopps, ein Teil der Mitglieder zahlt also ohnehin schon keine Beiträge mehr, und wenn eine Notlage geltend gemacht wird, erstatten wir auch in bar“, so Mühleck. Die Kunden, die diesen Weg akzeptiert haben, den Beitrag auf das Kundenkonto gutschreiben zu lassen, hätten im ersten Lockdown „weitere zehn Euro on Top vergütet“ bekommen.

Neben dem Dortmunder Kunden erheben auch die Mitglieder der Facebook-Gruppe „Geschädigte Mitglieder Fit One bundesweit“ Vorwürfe gegenüber der Fitnesskette. Ein Vorwurf lautet, das Unternehmen würde auf Nachfragen der Kunden nicht reagieren.

„Das war ein Desaster“

Diesbezüglich räumt Mühleck Fehler ein: „Wir hatten große Kommunikationsprobleme. Die Menschen mussten zu lange auf Antworten warten, das war ein Desaster.“ Fit One habe nun eine separate Mail-Adresse speziell für Kündigungen und Beschwerden eingerichtet, um das Problem zu lösen.

Mühleck versichert: „Wer sich bei dieser E-Mail-Adresse meldet, dem wird garantiert, dass ihm innerhalb von einer Woche geantwortet wird.“

Über den Autor
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2000 in Heinsberg geboren, seit 2020 als freier Mitarbeiter bei den Ruhr Nachrichten. Ich studiere Journalistik und Politikwissenschaft in Dortmund. Mit 16 Jahren habe ich meine ersten Erfahrungen im Lokaljournalismus gemacht - und dort fühle ich mich zuhause.
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Nick Kaspers

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