Nach jahrelangem Kampf um Schul-Neubau: „Platzt die Sache jetzt?“

dzGrundschule in Dortmund

Jahrelang haben die Verantwortlichen für den Neubau einer Grundschule gekämpft. Zuletzt erfolgreich. Jetzt kommt plötzlich Panik auf, dass es den Neubau doch nicht geben könnte.

Kirchlinde

, 17.08.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die gute Nachricht kam im Januar: Der jahrelange Kampf um einen Schul-Neubau oder zumindest eine Gebäude-Sanierung hat endlich Früchte getragen. Bis 2025 sollte die Widey-Schule abgerissen und neu gebaut werden sowie erstmals eine eigene Turnhalle bekommen.

Die kommissarische Schulleiterin der Grundschule in Kirchlinde, Katrin Multmeier, freute sich riesig über die Pläne der Stadt Dortmund. Zumal die bereits im Januar recht konkret zu sein schienen.

2021 sollten die Planungsphase und die Genehmigungsverfahren für das Schulgebäude und die Turnhalle starten. Die reine Bauzeit wurde auf eineinhalb Jahre geschätzt. Inklusive Abbruch sollte dann innerhalb von knapp fünf Jahren alles fertig sein.

Schule taucht nicht in Neubau-Auflistung auf

Doch trotz all der Planungs-Sicherheit, die die Stadt Dortmund noch im Januar verbreitete, herrscht nun wieder Unsicherheit. „In einer Auflistung von Baumaßnahmen an Schulen und Neubauten taucht die Widey-Grundschule nicht auf“, sagt die Huckarder CDU-Bezirksvertreterin Claudia Brückel. „Platzt die Sache jetzt?“

Sie sorge sich, dass nach Jahren des Kampfes nun doch noch einmal Steine auf der Zielgeraden liegen. „Es wird Zeit, dass da etwas passiert“, sagt Claudia Brückel. „Und wir waren doch eigentlich schon so weit mit allem.“

Ein Eindruck, denn auch Schulleiterin Katrin Multmeier im Januar hatte. „Es dauert natürlich alles noch, aber jetzt kommt alles in Gang“, sagte sie damals. Und Rainer Peper aus dem Fachbereich Liegenschaften der Stadt bestätigte: „Der Abriss und Neubau der Grundschule ist fest in den Doppelhaushalt eingeplant.“

Auf Anfrage dieser Redaktion kann sich Stadt-Pressesprecher Michael Meinders nicht erklären, warum die Widey-Grundschule in der Auflistung fehlt „Die Grundschule ist nach wie vor im aktuellen Schulbauprogramm enthalten, welches dem Rat in Form des ersten Sachstandsberichtes am 8. Oktober zur Kenntnis vorgelegt wird“, sagt er.

Prüfungen für Neubau laufen

Der Fachbereich Liegenschaften prüfe aktuell die baulichen Voraussetzungen für einen Ersatzneubau am derzeitigen Standort der Grundschule. Weil das Schulgrundstück für den Bau eines neuen Gebäudekörpers inklusive Einfach-Sporthalle sehr eng bemessen sei, werde auch die Möglichkeit einer Flächenerweiterung im benachbarten Umfeld geprüft, so Meinders.

„Der aktuelle Zeitplan sieht den Abschluss der Projektentwicklung zum Ende dieses Jahres vor“, sagt er. Ab 2021 erfolge - wie geplant - der Einstieg in die Planungs- und Ausführungsphase. Fertig werden soll der gesamte Bau 2025.

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