Nach Pflaster-Desaster: Die Silberstraße wird schon wieder umgebaut

dzVor der Thier-Galerie

Die Silberstraße in der City bleibt eine Baustelle. Ein Jahr nach Vollendung im Osten soll bald der westliche Teil wieder neu gestaltet werden. Man korrigiert dabei einen absehbaren Fehler.

Dortmund

, 10.08.2020, 14:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schick sollte das Umfeld sein, als die Thier-Galerie vor neun Jahren Eröffnung feierte. Deshalb entschied man sich bei der Gestaltung der Silberstraße und der Potgasse vor den Eingängen des Einkaufscenters für ein hochwertiges Pflaster.

Doch das hat seine Tücken: Immer wieder musste das Pflaster ausgebessert werden, weil Pflastersteine wackelten. Vor allem die zahlreichen Lkw für die Anlieferung des Einkaufszentrums sorgten dafür, dass das Pflaster Schaden nahm.

Dabei war das Problem irgendwie absehbar: Schon bei der Neugestaltung der Brauhausstraße östlich des Hansaplatzes musste das 2007 verlegte Pflaster immer wieder geflickt werden. Neben Fehlern bei der Verlegung wurden hier ebenfalls schwere Lkw als Ursache ausgemacht.

Asphaltband und Pflaster

Das Problem hatte man bei der Neugestaltung der Silberstraße 2011/12 sogar im Hinterkopf. Vorsorglich hatte man deshalb in einem Teil der Straße die Hauptfahrbahn mit hellem Asphalt gestaltet - allerdings nur vom neuen Kreisverkehr bis zur Zufahrt zum Parkhaus des Lensing-Carrées.

Für den weiteren Verlauf hatte man sich gemeinsam mit dem Thier-Galerie-Betreiber ECE als Investor aus ästhetischen und städtebaulichen Gründen für die komplette Pflasterung entschieden, wie Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl damals erklärte.

Erst jetzt hat man sich eines Besseren besonnen: Nun soll die Silberstraße auch über die Parkhaus-Zufahrt hinaus in der Mitte ein Band aus hellem Asphalt bekommen. Ähnlich wie in der Brauhausstraße, die man nach nur acht Jahren im Jahr 2015 ebenfalls mit so einer Fahrgasse versehen hatte.

Provisorium nach DEW-Baustelle

Anlass für die Neugestaltung im Umfeld der Thier-Galerie bieten die im April begonnenen und nun fast abgeschlossenen Bauarbeiten von Energieversorger DEW21. Der hatte für die Verlegung neuer Fernwärmeleitungen das Pflaster im westlichen Bereich der Silberstraße ohnehin aufgerissen. Jetzt sind die Löcher provisorisch mit dunklem Asphalt gestopft.

Bei der fälligen Neugestaltung nach dem kompletten Abschluss der Arbeiten will das städtische Tiefbauamt nun Konsequenzen aus dem Pflaster-Desaster ziehen. Statt das alte Pflaster wieder zu verlegen, bekommt die Straße vor den Türen der Thier-Galerie im Mittelbereich die helle Asphaltschicht - und das bis zum Westenhellweg.

Vorbild für die Umgestaltung der Silberstraße im Bereich von Thier-Galerie und Lensing-Carree ist die 2019 neugestaltete östliche Silberstraße.

Vorbild für die Umgestaltung der Silberstraße im Bereich von Thier-Galerie und Lensing-Carree ist die 2019 neugestaltete östliche Silberstraße. © Oliver Volmerich

Das heißt, dass auch in der Potgasse, die von der DEW-Baustelle gar nicht betroffen war, das Pflaster zum Teil verschwindet und durch Asphalt ersetzt wird. Vorbild ist dabei die Gestaltung des vor einem Jahr vollendeten östlichen Abschnitts der Silberstraße vor dem Katholischen Centrum.

Kosten werden geteilt

„Der Umbau wird voraussichtlich in zwei Bauabschnitten in 2020 und 2021

erstellt“, berichtet Stadtsprecher Christian Schön auf Anfrage. Die Kosten teilen sich DEW21 und Stadt - so regelt es der Konzessionsvertrag.

Auch in der Potgasse soll ein Teil des Pflasters verschwinden und ein Mittelstreifen aus Asphalt entstehen.

Auch in der Potgasse soll ein Teil des Pflasters verschwinden und ein Mittelstreifen aus Asphalt entstehen. © Oliver Volmerich

Christian Schön erklärt: „Überall dort, wo die DEW21 eine Leitung verlegt hat, zahlt die DEW21, Restkosten für die Breiten über den Graben hinaus trägt die Stadt. Die Kosten sind derzeit noch nicht beziffert.“

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