Ein Dortmunder soll nicht nur mit einem Hammer, sondern auch schon mit einer Axt für Angst und Schrecken gesorgt haben. © picture-alliance/ dpa
61-Jähriger angeklagt

Nach Hammerattacke: Zeugin (23) berichtet von Axt-Jagd am Bahnhof Mengede

Ein mutmaßlicher Hammerschläger aus Dortmund soll nicht nur an einer Currywurstbude, sondern schon drei Jahre vorher am Bahnhof Mengede für Unruhe gesorgt haben. Damals mit einer Axt.

Im Prozess um eine mutmaßliche Hammerattacke vor einer Currywurstbude ist bekannt geworden, dass der angeklagte Dortmunder (61) schon drei Jahre zuvor auf offener Straße für Angst und Schrecken gesorgt haben soll.

Am S-Bahnhof in Mengede soll der psychisch labile 61-Jährige einen Passanten mit einer langen Bildhauer-Axt verfolgt haben.

Schockierender Zwischenfall

Eine 23-jährige Zeugin erinnerte sich am Mittwoch am Bochumer Landgericht an einen Zwischenfall, den sie im September 2015 in der Mengeder Straße „Am Amtshaus“ beobachtet hatte.

Der Angeklagte habe in der Nähe der Polizeiwache an bauchhohe Müllboxen gelehnt gestanden und laut Musik gehört. Nachdem ein Passant im Vorbeigehen innegehalten und die Musik am CD-Player ausgeknipst habe, habe der Angeklagte sie schockiert.

„Stadtbekannter“ Mann

„Er ging hinter die Mauer, holte eine Axt hervor und rannte damit hinter dem anderen Mann her“, so die Zeugin. „Nach etwa einer Minute sei der ihr „stadtbekannte“ Axt-Mann zurückgekehrt, habe das Beil zurückgestellt und seine Musik wieder angemacht.

Im Prozess geht es um eine mutmaßlichen Serie von Wut- und Gewaltattacken durch den Dortmunder. Am 14. Dezember 2018 soll der 61-Jährige an einer Currywurstbude in Waltrop einem anderen Mann mit einem Hammer auf die Hand geschlagen haben.

Dem Dortmunder droht im Prozess die Zwangseinweisung in eine geschlossene Psychiatrie.

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