Nach „Gold-Coup“ in Körne: mildes Urteil für Serien-Einbrecher

Urteil am Landgericht

Mit umfassenden Geständnissen haben drei Mitglieder einer Einbrecherbande den Weg für milde Strafen freigemacht. Sämtliche Hoffnungen erfüllen sich jedoch nicht.

Dortmund

, 02.09.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alle drei Mitglieder der Einbrecher-Bande hofften vergeblich auf Bewährung.

Alle drei Mitglieder der Einbrecher-Bande hofften vergeblich auf Bewährung. © Werner von Braunschweig

Nach einem „Gold-Coup“ in Körne und mehr als einem Dutzend weiteren Wohnungseinbrüchen im ganzen Ruhrgebiet hat das Dortmunder Landgericht drei Profi-Diebe verurteilt. Der 37-jährige Chef des Trios erhielt fünf Jahre Haft. Die beiden fast noch jugendlichen Mittäter erhielten jeweils Jugendstrafen von zwei Jahren und vier Monaten Haft.

Angeklagte schwiegen zunächst

Zu Prozessbeginn hatten die Angeklagten noch erklärt, zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft schweigen zu wollen. Und hätten sie diese Taktik durchgehalten, hätte dem Landgericht wohl ein monatelanger und extrem zeitaufwändiger Prozess bevorgestanden. Auf Anraten ihrer Verteidiger suchten die drei Männer jedoch das Gespräch mit der Kammer. Und so ging am Ende alles ganz schnell.

Noch mehr Taten?

Die umfassenden Geständnisse, die die Einbrecher schließlich ablegten, ermöglichten es den Richtern, rund 20 Einbrüche aufzuklären. Natürlich steht die Vermutung im Raum, dass die Bande noch für viel mehr Diebestouren verantwortlich war, aber beweisen lässt sich dies vorerst nicht.

Angesichts der Höhe der Beute hofften die Einbrecher jedoch vergebens auf Bewährungsstrafen. So weit wollten die Richter dann doch nicht gehen. In Körne hatten die Täter Gold und Schmuck im Wert von 20.000 Euro gestohlen.

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