Blumengeschäfte sind vom aktuellen Lockdown nicht direkt betroffen und dürfen öffnen. © Archiv
Einzelhandel

Nach einigen Schließungen: So plant Blumen Risse in Dortmund

Nach der Schließung des Geschäfts an der Beurhausstraße und weiteren Schließungen in der Region sind Kunden von Blumen Risse besorgt. So geht es mit den acht Standorten in Dortmund weiter.

Nachdem das Schwerter Unternehmen Blumen Risse einige Geschäfte in der Region geschlossen hat, fragen sich viele Kunden, welche Pläne der Blumenhändler für Dortmund hat.

Schließlich wurden nicht nur Standorte in Dorsten und Lünen bereits aufgegeben, sondern mit dem Geschäft an der Beurhausstraße wurde auch in der Dortmunder Innenstadt im vergangenen Herbst ein Standort geschlossen.

Trifft die Corona-Krise auch Blumen Risse, obwohl Blumengeschäfte nicht vom Lockdown betroffen sind und öffnen dürfen? „Nein“, sagt Lothar Arendt, der Verkaufsleiter in der Schwerter Firmenzentrale, „da kommen wir bisher mit einem blauen Auge davon. Aber, wir lassen Federn mitten in Fußgängerzonen, in denen die Besucherfrequenz insgesamt zurückgeht.“

Blumen Risse passt sein Filialnetz an

In Dorsten etwa betrieb Blumen Risse 40 Jahre lang einen Laden mitten in der Einkaufstraße. Als der jetzt geschlossen wurde, machten in den Sozialen Netzwerken Spekulationen die Runde, dass Risse ein Opfer der Corona-Krise geworden sei. De facto, so Lothar Arendt, seien in Dorsten die Umsätze durch neue Leerstände in der Nachbarschaft und Baumaßnahmen deutlich zurückgegangen.

Baumaßnahmen und die schwierige Parksituation seien auch die wesentlichen Gründe für die Geschäftsschließung an der Beurhausstraße gewesen. „Grundsätzlich ist der Bedarf da, die Menschen kaufen Blumen und Pflanzen. Man muss halt Standorte mal anpassen und nach der Kundenfrequenz ausrichten“, sagt Lothar Arendt.

Blumen Risse will an Standorten festhalten

In Dortmund, so versichert der Verkaufsleiter, wolle das Unternehmen an den aktuell acht Standorten festhalten. „In Dortmund sind wir in starken Unterzentren vertreten und auch die Geschäfte an der Kaiserstraße und der Wißstraße sind stabil“, sagt er. In den Stadtteilen gibt es Blumen Risse in Hörde, Aplerbeck, Lütgendortmund und Mengede. Hinzu kommen die Gartencenter im Indu-Park in Kley und in Sölde.

„Dass wir Filialen aufgeben“, sagt Lothar Arendt, „ist nicht die Regel. Wir machen auch neue Läden auf, weil wir halt unser Filialnetz anpassen. Wir sind insgesamt gut aufgestellt.“

Die Familie Risse eröffnete 1968 den ersten Blumenladen in Schwerte. Inzwischen ist Blumen Risse mit rund 135 Standorten zu einem der größten Einzelhandelsunternehmen im Blumen- und Pflanzenmarkt in Deutschland herangewachsen, vom Blumenladen in der Innenstadt, den Blumenmärkten bis zum großen Gartencenter mit 15.000 Quadratmetern.

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Redaktion Dortmund
Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
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Peter Wulle

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