Nach dem Brand seines Getreidefeldes hat Landwirt Hendrik Schwerter große Probleme

dzFeuer in Nette

Große Aufregung am Dienstagabend in Nette: Ein Feld hatte plötzlich Feuer gefangen. Feuerwehr und Landwirt versuchten zu retten, was zu retten war. Auch die Anwohner hatten Grund zur Sorge.

von Tobias Weskamp

Mengede

, 24.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein Feld des Landwirts Hendrik Schwerter an der Obernetter Straße/Ecke Bodelschwingher Straße in Nette war am Dienstag (23. Juli) in Brand geraten. Insgesamt sind etwa 4 bis 5 Hektar verbrannt. „Angefangen hat es direkt an der Straße“, schildert Anwohnerin Rosemarie Mehlhorn, die Augenzeugin des Brandes war. Die Straße war gesperrt und auch die Straßenbahn U47, die direkt daneben ihre Gleise hat, konnte nicht fahren.

Häuser der Anrainer waren auch in Gefahr

Das Feuer begann gegen 18 Uhr und drang bis in die Nähe der angrenzenden Häuser vor. „Wir haben uns dann erstmal in Sicherheit gebracht“, berichtet Rosemarie Mehlhorn. Mit Kindern und Hunden ging es weg vom Haus, auch das Auto wurde weggefahren.

Nach dem Brand seines Getreidefeldes hat Landwirt Hendrik Schwerter große Probleme

Aus der Luft sind das Ausmaß des Feuers und die Rauchentwicklung gut zu sehen. © Helmut Kaczmarek

Die Anwohnerin stand die ganze Zeit mit der Feuerwehr und der Polizei ín Kontakt, auch um zu zeigen, wie die Löschfahrzeuge am besten an den Brand herankommen. „Ein Glück für uns war der Wind“, sagt sie. Der hat später gedreht, so dass das Feuer von den Häusern weggezogen ist. „Sonst hätte es bei den Nachbarn die Tannen in Brand setzen können. Das war noch Glück im Unglück“, beschreibt sie die Gefahr für die Anwohner. Das Löschen des Brandes dauerte über eine Stunde.

Ursache des Brandes ist weiter unklar

Die Brandursache ist bisher noch unklar. „Die Feuerwehr spekulierte, dass es möglicherweise eine weggeworfene Zigarette gewesen sein könnte, oder auch eine Glasscherbe“, so Elisabeth Schwerter, die Mutter des Landwirts Hendrik Schwerter. Aber auch die enorme Hitze könnte den Brand ausgelöst haben. Die große Wärme macht der Landwirtschaft generell sehr zu schaffen. „Alle leiden unter dem Wassermangel.“

Nach dem Brand seines Getreidefeldes hat Landwirt Hendrik Schwerter große Probleme

Große Teile des Feldes sind verbrannt. © Tobias Weskamp

Der Schaden ist für den Landwirt sehr groß. „Beziffern können wir ihn noch nicht“, erklärt Elisabeth Schwerter. „Es ist sowohl Stroh verloren gegangen als auch Getreide.“ Schützen kann man sich gegen so einen Verlust nicht, wie sie erklärt: „Vorsorge kann man da nicht treffen. Und zu versichern ist so ein Fall auch nicht. Das ist höhere Gewalt.“

Ein so großer Brand kommt nicht oft vor. „In unserem Betrieb ist uns so etwas noch nicht passiert“, erklärt Elisabeth Schwerter. „Der Hof ist schon seit fünf oder sechs Generationen in Familienhand.“ Auch Rosemarie Mehlhorn kann sich an so ein Ereignis in den vergangenen 20 Jahren nicht erinnern.

Ein Landwirt half der Feuerwehr beim Löschen

Die Feuerwehr bekam beim Löschen des Brandes unerwartete Hilfe. Ein Bauer hatte sie mit seinem Trecker beim Löschen unterstützt. „Er kam zufällig vorbei und hat sofort geholfen“, so Elisabeth Schwerter dankbar. Auch Hendrik Schwerter kam, sobald er informiert wurde, mit seinem Trecker und zog eine Schneise in das Feld, damit der Brand besser gestoppt werden konnte.

Lesen Sie jetzt