Nach Corona-Pause: Kirche in Brackel feiert wieder Gottesdienst

Coronavirus

Für die Pfarrerin und die Teilnehmer war der erste evangelische Gottesdienst in Brackel seit Wochen etwas Besonderes. Dabei musste auf einen wichtigen Bestandteil verzichtet werden.

Brackel

11.05.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pfarrerin Sandra Sternke-Menne leitete den ersten Gottesdienst in Brackel nach der Corona-Pause.

Pfarrerin Sandra Sternke-Menne leitete den ersten Gottesdienst in Brackel nach der Corona-Pause. © Stephan Schütze

Es war ein ganz normaler Sonntags-Gottesdienst – und doch ein Gottesdienst wie kein anderer zuvor. Wie 15 weitere evangelische Kirchen in Dortmund lud auch die Kirche in Brackel am Sonntag (10.5.) zum ersten Präsenzgottesdienst nach der Corona-Pause ein.

20 Plätze waren belegt

Eigentlich fasst die Kirche am Brackeler Hellweg 250 Besucher. Aufgrund der einzuhaltenden Mindestabstände wurde die Anzahl aber stark reduziert. Am Ende waren 20 Plätze belegt.

Zudem hatten einige, vor allem ältere, Gemeindeglieder aus Vorsicht und Unsicherheit noch auf einen Kirchbesuch verzichtet.

Diejenigen, die gekommen waren, hielten zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz der Mitfeiernden weitere Vorgaben ein.

Alle mussten Namen und Anschrift angeben, zur Desinfektion standen Spender bereit und das Betreten der Kirche war nur mit Mund-/Nasenschutz erlaubt.

Statt bis zu 250 Menschen, waren nur 20 Personen beim Gottesdienst in der Kirche am Brackeler Hellweg.

Statt bis zu 250 Menschen, waren nur 20 Personen beim Gottesdienst in der Kirche am Brackeler Hellweg. © Stephan Schütze

Besonders ungewohnt war für die Menschen im Brackeler Gottesdienst zudem die Ansage, dass aufgrund des Infektionsrisikos nicht gemeinsam gesungen werden durfte.

Dennoch – oder gerade deswegen – legte Pfarrerin Sandra Sternke-Menne ihrer Predigt, die den Namen „Kantate“ – „Singet“ trug, ein Lied zugrunde. „Den Besucherinnen und Besuchern hat die Interaktion aus Musik und Predigt gefallen“, sagt Sternke-Menne. „Aber es war etwas surreal, in die von Masken bedeckten Gesichter zu schauen.“

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