Nach drittem Corona-Fall: Grundschule in Dortmund schließt jetzt doch

Entscheidung des Gesundheitsamts

Zwei Tage nach dem Bekanntwerden von zwei Corona-Fällen an der Libellen-Grundschule hat die Stadt Dortmund die Nordstadt-Schule nun doch geschlossen. Es gibt dort eine weitere Erkrankung.

Dortmund

, 19.06.2020, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Libellen-Grundschule in der Nordstadt in Dortmund bleibt nach drei Corona-Fällen bis zu den Sommerferien geschlossen.

Die Libellen-Grundschule in der Nordstadt in Dortmund bleibt nach drei Corona-Fällen bis zu den Sommerferien geschlossen. © Lena Heising (Archivbild)

Am Mittwoch hatte unsere Redaktion exklusiv berichtet, dass eine Lehrerin und eine OGS-Mitarbeiterin der Libellen-Grundschule in der Nordstadt an Covid-19 erkrankt sind. Die Schule blieb danach trotzdem erst einmal geöffnet. Am Freitag (19.6.) kam es nun zur Wende.

„Das Gesundheitsamt hat heute gemeinsam mit der Schulleitung entschieden, die Libellen-Grundschule an der Burgholzstraße bis zu den Sommerferien zu schließen“, heißt es in einer am Freitagnachmittag veröffentlichten Pressemitteilung der Stadt.

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Inzwischen gebe es an der Schule einen dritten bestätigten Corona-Fall sowie weitere klärungsbedürftige Fälle, schreibt die Stadt. Bei dem oder der dritten Erkrankten handele es sich um jemanden aus der Belegschaft, sagte Schulleiterin Christiane Mika auf Anfrage unserer Redaktion - ob aus dem Lehrer-Kollegium oder dem OGS-Team, ließ sie offen.

Eine flächendeckende Testung von Lehrern und Schülern, die von Eltern- und Lehrervertretern gefordert wurde, ist nach Angaben der Stadt aber nach wie vor nicht geplant. Das Gesundheitsamt veranlasse die „nun notwendigen Tests“, heißt es in der Pressemitteilung.

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Eine sogenannte „Reihentestung“ sei „aus infektiologischer Sicht weiterhin nicht notwendig, da es sich in der Schule nicht um ein zusammenhängendes Infektionsgeschehen handelt“, so die Stadt. „Alle festgestellten Infektionen hatten unabhängige Ursachen, die außerhalb der Schule liegen.“

Mit der Schließung der Schule wolle das Gesundheitsamt die Weiterverbreitung des Infektionsgeschehens „nun konsequent unterbinden“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

Schulleiterin kann mit Schulschließung „gut leben“

Eine Anfrage unserer Redaktion, wie viele Corona-Verdachtsfälle es aktuell an der Schule gebe, warum die Schule nicht bereits am Mittwoch geschlossen worden sei und warum es keine flächendeckenden Tests gebe, um die geäußerten Sorgen aus der Belegschaft und den Familien zu zerstreuen, blieb bis Freitag, 18.15 Uhr, unbeantwortet.

Schulleiterin Christiane Mika wollte sich auf Anfrage unserer Redaktion zu diesen Punkten nicht weiter äußern und verwies auf die Pressestelle der Stadt. Mit den nun getroffenen Entscheidungen „kann ich gut leben“, sagte sie lediglich.

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