Nach Corona-Ausbruch – Besucher dürfen vorläufig nicht ins Pflegeheim

dzRisikogruppen schützen

Nach dem Test in einer Pflegeeinrichtung ist klar: 15 Menschen sind erkrankt. Die Leiterin findet klare Worte für die, die sich nicht an die Regeln halten – hat aber auch eine gute Nachricht.

Lütgendortmund

, 18.11.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachdem bekannt geworden ist, dass es in der Pflegeeinrichtung St. Barbara 15 Corona-Infektionen gab, hat die Leitung am Dienstag (17.11.) einen Besuchsstopp verhängt.

Das Gesundheitsamt hatte am Montag (16.11.) in der Lütgendortmunder Pflegeeinrichtung eine „Reihentestung“ vorgenommen. Das bestätigt Ursula Peschel, Pflegeleiterin in St. Barbara, auf Anfrage.

Das Gesundheitsamt habe bei 48 Bewohnern und Mitarbeitern PCR-Tests gemacht, so Peschel. Wer an dem Virus erkrankt sei, Mitarbeiter oder Bewohner, könne nur das Gesundheitsamt sagen.

Spaziergang erlaubt

Peschel zufolge ist die Akzeptanz des Besuchsstopps bei den Angehörigen groß. Die Bewohner seien übrigens nicht komplett eingeschränkt: „Es ist weiterhin erlaubt, Spaziergänge zu machen“, sagt die Leiterin. Natürlich dürften aber nur symptomfreie Bewohner mit negativem Testergebnis eine Runde durch den Ort drehen. Und auch nur mit FFP2-Maske. Mit dieser Vorsicht „hatten wir auch keinen einzigen Fall im Sommer“.

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Für die Facheinrichtung für Demenzkranke sei es herausfordernd, immer wieder zu mahnen, Abstände einzuhalten. Doch Peschel ist Optimistin: „Wir haben es im Griff!“

Ihr Appell: „Haltet die Regeln ein.“ Wer egoistisch handelt und sich nicht an die Regel hält, solle „für eine Woche ein Praktikum bei uns“ machen, um zu erleben, dass es die Falschen trifft, wenn wir nicht lernen, mit dem Virus zu leben.

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