Nach Brandanschlag auf Moschee: Diese Gruppen und Vereine zeigen sich solidarisch

Moschee in Eving

Unbekannte warfen am Montag einen Molotow-Cocktail auf eine Evinger Moschee. Viele Dortmunder äußern ihr Mitgefühl - haben aber auch Forderungen an die Behörden.

Dortmund

, 23.10.2019, 16:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Brandanschlag auf Moschee: Diese Gruppen und Vereine zeigen sich solidarisch

Der Brandanschlag in der Moschee am Gründlingsweg in Dortmund-Eving erregte Entsetzen. © Oliver Schaper

Religiöse Vertreter und türkische Vereine aus Dortmund zeigen sich betroffen vom Brandanschlag auf die Evinger Moschee am Montag. In zwei Mitteilungen äußerten sich eine Sprecherin der türkischen Vereine sowie der „Dialogkreis der Abrahamsreligionen“. Beide Gruppen drücken darin ihre Besorgnis und ihr Mitgefühl mit den Betroffenen aus.

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„Circa 50.000 in Dortmund lebende türkischstämmige Mitbürger (...) sind aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen sehr besorgt“, schreibt beispielsweise Emre Gülec, Sprecherin der türkischen Vereine in Dortmund.

Appell an Behörden und Sicherheitskräfte

„Wir lehnen jede Gewalttat ab, nicht zuletzt gegen Gotteshäuser“, sagen Vertreter des Dialogkreises, darunter der Rabbiner Baruk Babaev, Ahmad Aweimer, Vorsitzender des Rates der muslimischen Gemeinden und die Pfarrer Ansgar Schocke und Friedrich Stiller.

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Die türkischen Vereine wenden sich außerdem an die Behörden: „Wir appellieren an die Sicherheitskräfte und Behörden, die Verantwortlichen dieses schrecklichen Angriffes unverzüglich zu finden und vor Gericht zu bringen“, schreibt Sprecherin Gülec. Auch fordern sie präventive Maßnahmen, um die Sicherheit von Moscheen und türkischen Vereinen zu gewährleisten.

Man wolle als Teil der Gesellschaft weiter alles tun, um das friedliche Zusammenleben in Dortmund aufrechtzuerhalten, so Gülec.

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