Mysteriöse Monteur-Pension: Wann wusste das Wohnungsamt von Anwohner-Bedenken?

Unterkunft für Monteure

Das Haus an der Königsheide 67, eine mutmaßlich illegale Monteur-Pension, sei dem Wohnungsamt nicht bekannt. Das sagte die Stadt vor einer Woche. Die Unterlagen sprechen eine andere Sprache.

Mengede

, 29.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In dem Haus an der Straße Königsheide 67 in Mengede soll eine illegale Monteur-Pension betrieben werden.

In dem Haus an der Straße Königsheide 67 soll eine illegale Monteur-Pension betrieben werden. © Carolin West

Im Jahr 2018, kurz nachdem die Firma Abraham Immobilien das Haus an der Königsheide 67 in Mengede übernommen hatte, kam den Nachbarn etwas komisch vor.

In das Haus seien keine ständigen Mieter eingezogen, stattdessen wohnten dort Monteure, die regelmäßig wechselten. Grund genug für die Anwohner, sich an die Bezirksvertretung Mengede zu wenden.

„Die Bezirksvertreter haben alles in ihrer Macht Stehende versucht“, waren sie sich sicher. Doch vergangene Woche überraschte die Stadt mit ihrer Antwort: Das Wohnungsamt habe nichts von den Problemen gewusst und werde erst jetzt prüfen, ob dort illegal Wohnraum unterschlagen wird. Hat die Bezirksvertretung etwas falsch kommuniziert?

Die öffentlichen Unterlagen wiedersprechen der Antwort

Öffentliche Sitzungsunterlagen sprechen dagegen. Es gibt sogar eine Antwort auf die Anfrage vom Dezernat 6 der Stadt Dortmund, zu dem auch das Wohnungsamt gehört, die auf den 9. November 2018 datiert ist.

Jetzt lesen

„Nach hiesiger Recherche wurde keine Nutzungsänderung zu einer gewerblichen Zimmervermietung vorgenommen“, heißt es dort. Eine Antwort, die die Befürchtungen der Anwohner bestätigt.

Jedoch heißt es weiter: „Es wurden Mietverträge für alle Wohnungen des Gebäudes vorgelegt.“ Nun soll das Dezernat 6 erneut die Nutzung des Hauses prüfen.

Lesen Sie jetzt