Mord-Prozess gerät erneut ins Stocken

dzMord an Nicole-Denise Schalla

Eigentlich sollte am Donnerstag Verhandlungstag sein: Im Prozess um den Mord an Nicole-Denise Schalla gibt es erneut eine Verzögerung.

Dortmund

, 24.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch der zweite Prozess um den Mord an der 16-jährigen Schülerin Nicole-Denise Schalla aus dem Jungferntal scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Die für diese Woche angesetzten beiden Verhandlungstage mussten abgesagt werden. „Aus gesundheitlichen Gründen einer am Verfahren beteiligten Person“, sagt Thomas Jungkamp, Sprecher des Landgerichts.

Noch keine Probleme

Noch hat das Schwurgericht überhaupt keine terminlichen Probleme, weil eine Verhandlung immer für einen gewissen Zeitraum unterbrochen werden kann. Wie schnell sich dies jedoch ändern kann, zeigte der erste Prozess gegen den Angeklagten Ralf H. aus Castrop-Rauxel Ende 2019.

Erinnerung an den ersten Prozess

Nach mehr als einem Jahr Verhandlungsdauer erkrankte damals eine der drei Berufsrichterinnen. Und nachdem die Schwurgerichtskammer daraufhin zunächst immer wieder tage- und dann wochenweise Termine absagen muss, platzte schließlich das gesamte Verfahren, weil auch die letzte Frist zur Fortsetzung verstrichen war.

So ist es jetzt natürlich noch lange nicht. Dennoch bedeutet jede Verzögerung eine zusätzliche Belastung für die Verfahrensbeteiligten. Die Eltern der im Oktober 1993 ermordeten Schülerin wollen endlich Klarheit. Und die strebt natürlich auch Ralf H. an. Der Angeklagte befindet sich nach einem OLG-Beschluss seit dem Sommer auf freiem Fuß.

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