Mord, Erpressung, Sonnenschein: Festschrift blickt auf tragische und schöne Momente zurück

dz50 Jahre Bert-Brecht-Gymnasium

50 Jahre Bert-Brecht-Gymnasium: Seit mehr als einem Jahr laufen die Vorbereitungen. Die Festschrift ist mittlerweile fertig und offenbart schöne und dunkle Tage aus fünf Jahrzehnten.

Kirchlinde

, 21.08.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem die Schülerredaktion „Bertis Break“ erst im Juni den Sonderpreis der Werner-Bohnhoff-Stiftung gewonnen hat, legen die Nachwuchs-Journalisten des Bert-Brecht-Gymnasiums (BBG) bereits ihr nächstes Werk vor: die Festschrift zum 50-jährigen Bestehen ihrer Schule.

Bis zum eigentlichen Jahrestag ist es nicht mehr weit: Am 25. August 1969 war der erste Unterrichtstag am Bert-Brecht-Gymansium – und zwar in den Pavillons an der Hangeney-Grundschule. Der Umzug ins neu gebaute Schulzentrum am Sumbecks Holz folgte 1972.

Mord, Erpressung, Sonnenschein: Festschrift blickt auf tragische und schöne Momente zurück

Das BBG feiert 50-jähriges Bestehen. Diese Schulhof-Aktion stammt aus dem Jahr 2012. © Foto: BBG

Fünf Jahrzehnte auf 84 Seiten

Viel ist seit diesem ersten Schultag passiert. „Bertis Break“ hat Kurioses, Besonderes, Spannendes und Historisches auf 84 Seiten zusammengefasst. Wie ein roter Faden schlängelt sich das Engagement der Eltern durch die Chronik. Anfangs gingen sie auf Lehrersuche, dann kämpften sie erfolgreich für eine Buslinie und gegen eine Umwandlung des Schulzentrums in eine Gesamtschule.

Die Schüler um Redaktionsleiterin Janina Hofmann, Deutsch- und Kunstlehrerin am BBG, mussten für ihre Festschrift eine Auswahl treffen. Schnell waren sie sich einig, dass sie neben den überwiegend schönen Erinnerungen die tragischen Momente nicht verschweigen wollen. „Positives und Negatives liegen nah beieinander. Das hat die Schüler sehr beschäftigt“, berichtet Janina Hofmann.

„Schwere Zeiten am Bert-Brecht-Gymnasium“

„Das BBG hatte auch schwere Zeiten zu überstehen“ ist die „Schattenseite“ der Festschrift übertitelt. Der tragische Tod der Schülerin Nicole Schalla 1993, eine ungeklärte Morddrohung 2010, eine Erpressung, die Ende der 1980er-Jahre einen Selbstmord zur Folge hatte, und das gestohlene Abiball-Geld 2013 sind harter Lesestoff.

Die Entspannung folgt auf dem Fuße, mit dieser Seite: „Die Sonne geht auf – das BBG feiert jedes Jahr starke Leistungen!“ Hier darf man sich an den Erfolgen 2018 des BBG erfreuen. Die Tanzgruppe Diversity (vormals One Passion) ist Europameister, sieben Schüler gewinnen beim Mathewettbewerb, das BBG holt sich den Titel „Umweltbewusste Schule“ und gewinnt wie schon so oft den Wettbewerb „Jugend debattiert“.

Mord, Erpressung, Sonnenschein: Festschrift blickt auf tragische und schöne Momente zurück

Seit 1972 ist das Bert-Brecht-Gymnasium an der Straße Sumbecks Holz beheimatet. © Foto: Peter Bandermann

Mottowoche und Lehrerrevue

Ab dem 2. September wird die Festschrift für 3,50 Euro pro Heft verkauft. Die Auflage liegt bei 500 Stück. Am 9. September geht der Feiermarathon los, und der hat es in sich. In der Mottowoche bis zum 14. September feiern die kostümierten Schüler und Lehrer jeden Tag ein anderes Jahrzehnt. Zu den Höhepunkten gehören die beiden Lehrerrevuen am 11. und 12. September jeweils um 19 Uhr in der Aula.

Die Krönung dürfte das Schulfest am 14. September mit dem Motto „Summer of 69“ sein. „Wir wollen dann woodstockartig feiern“, verkündet Janina Hofmann.

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