Möllerbrücke: Dortmunder schmeißt E-Scooter auf Bahngleise

Beliebter Feierort im Kreuzviertel

Ruhestörungen, Platzverweise, Strafanzeigen: Die Polizei hatte am Wochenende rund um die Möllerbrücke einiges zu tun. Ein junger Dortmunder schmiss offenbar zwei E-Scooter auf die Bahn-Gleise.

Dortmund

, 21.09.2020, 13:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ruhestörungen, Platzverweise und Strafanzeigen: Am Wochenende hatte die Polizei Dortmund an der Möllerbrücke einiges zu tun.

Ruhestörungen, Platzverweise und Strafanzeigen: Am Wochenende hatte die Polizei Dortmund an der Möllerbrücke einiges zu tun. © Schaper

Zahlreiche Ruhestörungen sind der Polizei in der Nacht von Freitag (18.9.) auf Samstag (19.9.) im Bereich der Möllerbrücke gemeldet worden. In einer Polizeimitteilung heißt es, dass unter anderem mehrere Platzverweise verteilt und Strafanzeigen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie Sachbeschädigungen geschrieben wurden.

Bereits kurz vor Mitternacht meldeten sich Anwohner bei der Polizei, weil sich eine größere Personengruppe am Sonnenplatz aufgehalten habe, die sehr laut gewesen sei und mit Flaschen um sich geworfen habe. Als die Polizisten dort ankamen, seien sie auf eine etwa 40-köpfige Gruppe gestoßen. Sie sprachen mehrere Platzverweise aus.

E-Scooter ins Gleisbett geworfen

Gegen 0.40 Uhr beobachtete dann ein Zeuge, wie jemand einen E-Scooter von der Möllerbrücke auf die S-Bahn-Gleise warf, heißt es. An der Lindemannstraße trafen die Beamten einen 18-jährigen Dortmunder an, welcher auf die Beschreibung des mutmaßlichen Tatverdächtigen gepasst habe.

Bei der Suche auf den Gleisen fanden die Polizisten westlich der Möllerbrücke gleich zwei E-Scooter, heißt es in der Mitteilung. Die Polizei ermittle nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie Sachbeschädigung.

Doch nur rund eine Stunde später sei erneut eine Ruhestörung von Anwohnern an der Möllerbrücke gemeldet worden. Neben vielen kleineren Gruppen traf die Polizei an der Lindemannstraße/Sonnenplatz erneut auf eine größere Gruppe.

Laut Polizei sei die Ruhestörung vor allem von einem tragbaren Lautsprecher ausgegangen. Zudem hätten auf der öffentlichen Fläche leere Alkoholflaschen gelegen. Drei noch anwesende Personen seien des Platzes verwiesen worden.

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Doch eine 17-jährige, offenbar alkoholisierte Dortmunder sei dem nicht nachgekommen. Sie blieb mehrfach stehen und kam immer wieder mit anderen Personen ins Gespräch, heißt es. Um den Platzverweis durchzusetzen, sei die 17-Jährige dann in Gewahrsam genommen worden – unter Widerstand der Dortmunderin.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Polizeigewahrsam sei die 17-Jährige dann von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt worden. Die Dortmunder habe laut Polizei nun eine Strafanzeige wegen des Widerstands gegen Polizeibeamte und Beleidigung zu erwarten.

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Trotz mehrerer Vorfälle in den vergangenen Wochen an der Möllerbrücke sieht die Polizei den beliebten Feierort weiterhin nicht als Kriminalitäts-Hotspot. Es gebe dort keine Häufung von Straftaten, sagte Polizeisprecher Sven Schönberg auf Nachfrage. Dabei handle es sich nach wie vor um Einzelfälle.

Dass es ab und an mal zu einer Ruhestörung dort kommen würde, sei auch vor allem durch das aktuell anhaltend gute Wetter nichts Ungewöhnliches.

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