Modegeschäft Gerry Weber verlässt die Thier-Galerie

Insolvenz

Das Modegeschäft Gerry Weber in der Thier-Galerie schließt. Es ist eine von vielen Filialen, die im Zuge der Sanierung der Unternehmensgruppe aufgegeben werden. Eine Filiale bleibt erhalten.

Dortmund

, 19.06.2019, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Modegeschäft Gerry Weber verlässt die Thier-Galerie

Ein prominentes Geschäft verlässt die Thier-Galerie. © Dieter Menne

Gerry Weber zieht sich aus der Thier-Galerie zurück. Das Geschäft schließt zum 31. Oktober. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Überraschend kommt die Schließung nicht, denn die finanziell angeschlagene Mode-Kette ist insolvent.

330 Vollzeitkräfte sollen bundesweit eingespart werden

Bis 2020 will sich das Unternehmen wirtschaftlich neu aufstellen. Dafür sollen 180 Filialen geschlossen und rund 330 Vollzeitkräfte eingespart werden. Auch der Verkauf der Unternehmenstochter Hallhuber ist angedacht. Die bundesweiten Schließungen von Gerry Weber-Ladenlokalen sind in drei Phasen gestaffelt – zum 30. September, 31. Oktober und 30. November.

Die Filiale in Dortmund-Hörde soll erhalten bleiben. Seit Januar befindet sich das börsennotierte Unternehmen Gerry Weber International AG im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Verfahren für die AG wurde am 1. April eröffnet, im Mai auch für die Gerry Weber Retail GmbH & Co. KG, bei der die Beschäftigten angestellt sind.

Kündigung der Mitarbeiter

„Die Kündigung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt in drei Phasen auf Basis noch abzuschließender Interessenausgleichsvereinbarungen und entsprechender Sozialpläne. Der Vorstand befindet sich hierzu in bereits weit fortgeschrittenen, konstruktiven Verhandlungen mit dem Betriebsrat und deren rechtlichen Beratern“, heißt es in einer Mitteilung des eingesetzten Sachverwalters.

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