„Bitte zwei Meter Abstand halten“, steht in vielen Sprachen auf den Schildern am Dortmunder U. Auch die Schilder selbst stoßen sich rechtzeitig ab. © Schaper
Dortmunder U

Mit Video: „Fliegende Bilder“ sind zurück – „U-Turm hat Sprachen gelernt“

Drei Monate war der Dortmunder U-Turm schwarz, seit Montag leuchtet er wieder. Die „Fliegenden Bilder“ von Adolf Winkelmann sind zurück. Er sagt: „Der Turm hat ein paar Sprachen gelernt.“

„Der Turm hat ja die ganze Zeit dagestanden und wusste nicht, was er tun sollte. Er war ja drei Monate schwarz. Und da hat er ein bisschen Sprachen gelernt.“

Was Adolf Winkelmann damit meinte, wurde klar am Montag (1.3.) um 15 Uhr. Ab dann leuchteten am oberen Ende des U-Turm wieder die LEDs. Die „Fliegenden Bilder“ des Dortmunder Regisseurs waren zurück.

Ein Monat Pause war geplant – es wurde länger

„Wir wollten sie eigentlich nur einen Monat ausmachen, aber dann sind doch drei Monate daraus geworden“, sagt Winkelmann und lacht. Eigentlich sei man nach vier Wochen fast fertig gewesen. Mit der Kontrolle und dem Austausch der LED-Lampen, die auf insgesamt 6000 Lamellen zusammengefasst sind, sei man zumindest zügig vorangekommen.

„Gequält haben uns aber die Glasfaserleitungen, die von unten aus dem Serverraum kommen und raufgehen unter das Dach.“ Diese Leitungen mussten neu gesplissen werden. Wesentliche Teile der Technik habe man erneuern müssen, so Winkelmann weiter, „denn heute arbeiten Computer wesentlich anders als vor zehn Jahren“.

Seit 2010 leuchten Bilder aus 1,2 Millionen LED

1,2 Millionen LEDs befinden sich auf den vier Seitenflächen knapp unterhalb des markanten goldenen „U“. Seit 2010 ist dort weithin sichtbar, was Winkelmann sich ausgedacht hat – und das fast durchgehend, Tag für Tag, Nacht für Nacht.

Das Spektrum an Motiven reicht von den schwarz-gelben Kickerfiguren, die sich drehen an BVB-Spieltagen über Ruhrgebietsmotive, wie Brieftauben bis hin zu politischen und gesellschaftlichen Botschaften.

Auch die Bilder, die an diesem Montag als erste über die U-Turm-Seiten fliegen, haben aktuellen Bezug. „Bitte Abstand halten“, steht da. Und das nicht nur auf Deutsch.

Warnschildern in vielen Sprachen stoßen sich ab

Sondern auch „auf Italienisch, auf Polnisch, auf Russisch, auf Englisch, auf Ich-weiß-es-nicht“, wie Winkelmann erklärt, während hinter ihm schwarz-gelbe Warnschilder über die Projektionsflächen fliegen, die sich möglichst nicht begegnen und unter denen sich ein grellbunter Hintergrund zusammensetzt.

2,6 Millionen Euro lässt sich die Stadt Dortmund die Ausbesserung am Wahrzeichen kosten. Das haben die Politiker im Rat beschlossen.

Neue Leuchten sollen weniger Energie verbrauchen

Was man dafür bekommt neben einem Wahrzeichen, das wieder leuchtet: ein Upgrade der Technik, das langlebiger sein soll als bisher und das deutlich weniger Energie verbrauchen soll.

„Neue Motive wird es immer dann geben, wenn mir wieder was einfällt“, verspricht Winkelmann: „Und ich gehe mal davon aus, dass ich weiter produktiv daran arbeite.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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