OB-Kandidaten nehmen vor Ort Stellung zum Weiterbau der Brackeler Straße

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Die Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ hat Politiker verschiedener Parteien zu einem Gespräch nach Wickede eingeladen. Es ging um den geplanten Weiterbau der Brackeler Straße.

Wickede

, 08.07.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ (BISuF) hat jüngst Dortmunder Kommunalwahl-Politiker verschiedener Parteien zu einem Gespräch nach Wickede eingeladen. Dabei ging es um den Weiterbau der Brackeler Straße (OWIIIa).

Hintergrund war, dass die Stadt Dortmund beabsichtigt, die Planung durch die Einstellung von zwei Mitarbeitern in der Planungsverwaltung voranzutreiben. Statt fand die Veranstaltung auf der geplanten Trasse am Reitstall an der Eichwaldstraße.

Nur die CDU fehlte

Von der SPD und den Linken nahmen die jeweiligen Oberbürgermeisterkandidaten Thomas Westphal (SPD) und Utz Kowalewski (Linke) an dem Gespräch teil. Dazu waren Ingrid Reuter, Fraktionsvorsitzende der Grünen, und FDP-Ratskandidatin Susanne Bartolomé anwesend.

Von der CDU kam trotz wiederholter Einladung der Bürgerinitiative kein Vertreter. „Das war enttäuschend und unterstreicht ihre nicht vorhandene Bürgernähe“, sagt Norbert Roggenbach von der BISuF.

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Insgesamt sei er aber zufrieden mit dem Gespräch. „Es wurde sehr offen diskutiert und Herr Westphal und Herr Kowalewski haben sich als sehr sachkundig erwiesen“, so Roggenbach.

Der Oberbürgermeisterkandidat der SPD betonte die Notwendigkeit der OWIIIa zur Entlastung des Asselner Hellweges. Die Straße solle laut Thomas Westphal allerdings nur zwei- statt vierspurig gebaut werden und keinen Lkw-Durchgangsverkehr aufnehmen. „Abwarten“, sagt Roggenbach. „Ich glaube da nicht dran.“

Thomas Westphal, Oberbürgermeisterkandidat der SPD, hält die OWIIIa für notwendig.

Thomas Westphal, Oberbürgermeisterkandidat der SPD, hält die OWIIIa für notwendig. © Dieter Menne

Susanne Bartolomé von der FDP befürwortet den Neubau der Straße, allerdings müsse ein spürbarer Entlastungseffekt für den Hellweg erreicht werden – aber nicht alle Beteiligten waren dafür.

Ingrid Reuter von den Grünen sprach sich gegen den Weiterbau der Brackeler Straße aus. Sie verwies auf die Zerstörung eines ökologisch wertvollen und lärmarmen Naherholungsgebietes und zweifelte an der Entlastungswirkung für den Hellweg.

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So sah es auch Utz Kowalewski (Linke). Der betonte, dass der Hellweg auch ohne OWIIIa entlastet werden könne. Dazu solle eine Planungswerkstatt im kommenden Jahr durchgeführt werden. Einer der artenreichsten Lebensräume Dortmunds dürfe keiner vermeidbaren Straßenplanung zum Opfer fallen.

Utz Kowalewski tritt für die Linke als Oberbürgermeisterkandidat an und hält die OWIIIa nicht für notwendig.

Utz Kowalewski tritt für die Linke als Oberbürgermeisterkandidat an und hält die OWIIIa nicht für notwendig. © Klaus Hartmann

Bei einer Sache waren sich aber alle einig: Dass die Verkehrs- und Umweltgutachten aus den Jahren 2009 und 2011 gesamträumlich aktualisiert werden müssten. Zudem dürfe kein überregionaler Lkw-Verkehr angezogen werden.

Roggenbach befürchtet, dass sich der überregionale Verkehr in Asseln und Wickede deutlich erhöhen würde. „Besonders der Küsterkamp und die Wickeder Straße werden mit mehr Verkehr belastet“, sagt er. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen mit den betroffenen Bürgern, den Umweltverbänden und Bürgerinitiativen besprochen werden.

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