Auch Wochen nach der Diagnose merkt Louisa Follert noch die Folgen ihrer Covid-Erkrankung. In die Zukunft blickt sie dennoch positiv. © privat
Coronavirus

Mit 18 an Covid erkrankt: „Man kann vorher nie sagen, wie man es übersteht“

Louisa Follert ist mit 18 Jahren an Covid-19 erkrankt. Sie ist Sportlerin und seit Wochen von den Folgen ausgebremst. Sie spricht darüber, wie sie die Krankheit erlebt hat.

Louisa Follert ist 18 Jahre alt, Sportlerin und auch sonst frei von Risikofaktoren. Trotzdem hat sie bei einer Corona-Infektion Anfang des Jahres Symptome erlebt. Auch einige Wochen nach Ende ihrer Quarantäne ist sie noch nicht wieder hundertprozentig fit, erzählt sie.

Aufgefallen sei die Infektion zufällig, als sich Familie Follert um die Feiertage freiwillig Schnelltests unterzog. Deren positive Ergebnisse seien dann mit einem PCR-Test kurz vor Silvester bestätigt worden. „Bei uns fing es an wie bei einer Erkältung: Schnupfen, Husten. Da haben wir uns dann aber erstmal nichts bei gedacht. Irgendwann kamen dann Geschmacksverlust und starke Kopfschmerzen dazu.“

Eine Covid-19-Erkrankung kann natürlich wesentlich gravierendere Folgen haben. Das weiß auch Louisa Follert. Dennoch: „Gut ging es uns nicht, geht es mir auch noch nicht.“

Studium in den USA erstmal von Deutschland aus

Der Geschmacksverlust und auch die Kopfschmerzen plagen Louisa Follert immer noch. Und auch das Sporttreiben ist noch ein Problem. „Ich fühle mich noch nicht hundertprozentig fit genug. Ich habe schon Sorge, dass ich mir eventuell Langzeitfolgen einfange.“

Louisa spielt Fußball, seit sie 4 Jahre alt war. Hat eigentlich ein Sportstipendium für ein Studium in den USA. Von dort kam sie auch zurück, kurz bevor sie sich nach ihrer Quarantäne in Deutschland mit dem Coronavirus ansteckte. „Wir müssen uns das beim Einkaufen geholt haben. Eigentlich achten wir darauf, dass wir nicht viele Leute treffen. Wir waren größtenteils zuhause.“

Ihr Studium will sie nun erstmal online weiterführen. Auch wegen der Coronavirus-Pandemie. Fußball will Louisa aber auf jeden Fall bald wieder spielen.

Niemand weiteren angesteckt

Über die Folgen einer Corona-Erkrankung bei jungen Menschen wird wenig geredet. Auch weil schwere Verläufe mit Krankenhausaufenthalt gehäuft bei älteren Menschen auftreten. Dennoch: „Jung sein schütz nicht davor, Corona zu kriegen“, sagt Louisa Follert. „Man kann vorher nie sagen, wie man es übersteht. Es gibt auch Jugendliche, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen.“

„Es war natürlich schade, mit blöden Nachrichten in das Jahr zu starten“, sagt Louisa Follert. Allerdings betont sie, dass sie inzwischen zumindest wissen, dass sie niemand anderen angesteckt habe.

Und noch etwas gibt ihr eine positive Perspektive für 2021. „Ich habe es jetzt zumindest schon einmal überstanden und kann hoffen, dass ich mich nicht noch mal infizieren. Und ich hoffe, dass es mit den Impfungen jetzt etwas schneller geht.“ Diese Hoffnung teilen gerade vermutlich ziemlich viele Dortmunder, egal ob 18 oder 81 Jahre alt.

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Redaktion Dortmund
Gut recherchierter Journalismus liegt mir am Herzen. Weil die Welt selten einfacher wird, wenn man sie einfacher darstellt. Um Zusammenhänge zu erklären, setze ich auf klaren Text und visuelles Erzählen – in Videos, Grafiken und was sonst dabei hilft.
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Bastian Pietsch

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