Millionen-Investition: Leichtathleten und Fußballer freuen sich auf neue Sportanlage

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Im Dortmunder Nordosten gibt es noch ein Relikt aus scheinbar längst vergangenen Zeiten: einen Aschenplatz für Fußballer. Der soll nun bald wirklich der Vergangenheit angehören.

Lanstrop

, 07.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aus einer der ältesten Dortmunder Sportanlagen soll bald einer der modernsten Plätze werden – inklusive einer nagelneuen Tribüne und sogar einer Anlage für Stabhochspringer.

Die Anlage für Teutonia Lanstrop ist schon lange im Gespräch – jetzt wird sie offenbar Wirklichkeit: Der Vereinsvorsitzende Gerhard Niemeyer (80) rechnet mit einem Baubeginn bis spätestens Ende März 2020.

Es sei alles für den baldigen Start der Arbeiten vorbereitet, habe ihm ein Mitarbeiter der Stadt gesagt. Die ausführende Firma sei beauftragt und müsse nun nur noch einen Termin festlegen, wann es losgeht.

In Lanstrop ist ein Kunstrasenplatz geplant

Geplant ist ein Kunstrasenplatz mit sechs Laufbahnen. Auf beiden Gegengeraden befinden sich 100-Meter-Sprintbahnen. Je nach den Windverhältnissen soll entschieden werden, wo gelaufen wird. Hinzu kommen neben der Stabhochsprunganlage je eine Kugelstoß-, Weit- und Dreisprung-Anlage.

Die Tribüne soll 192 Sitzplätze haben. 1,5 Millionen Euro kostet die gesamte Maßnahme.

Doch, es gibt sie auch im Jahre 2020 noch, die alten Aschenplätze. Unser Foto zeigt den von Teutonia Lanstrop an der Büttnerstraße.

Doch, es gibt sie auch im Jahre 2020 noch, die alten Aschenplätze. Unser Foto zeigt den von Teutonia Lanstrop an der Büttnerstraße. © Andreas Schröter

Gerhard Niemeyer geht davon aus, dass die neue Anlage bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Vereins am 28. und 29. August eröffnet werden kann. Oberbürgermeister Ullrich Sierau habe ihm das zugesagt und auch davon gesprochen, dass damit in Lanstrop das erste Leichtathletik-Zentrum der Stadt realisiert werde.

Alte Leichtathletik-Anlage weicht Wohnungsbau

Im Gegenzug gibt der Verein seine bisherige Leichtathletik-Anlage neben der Brukterer-Grundschule auf. Dort sei kein Rundkurs vorhanden gewesen, weshalb die Langstreckenläufer auf dem Fußballplatz an der Büttnerstraße trainieren mussten.

Auf dem Gelände der heutigen Leichtathletik-Anlage und der Nachbarschaft möchte die Stadt unter dem Namen „Gartenstadt Lanstrop“ Wohnhäuser bauen lassen. Vorgesehen sind unterschiedliche Haustypen und begrünte Flachdächer – insgesamt 133 Wohnungen, die Hälfte öffentlich gefördert – vom Mini-Apartment bis zur großen Wohnung samt Loggia.

Als Highlight des Komplexes ist ein sechsstöckiges Gebäude vorgesehen, dessen Dachgarten einen tollen Blick über Lanstrop bieten soll. Wann die Arbeiten dazu beginnen, ist noch unklar.

Seine alte Leichtathletik-Anlage neben der Brukterer-Grundschule wird der Verein aufgeben. Dort soll Wohnbebauung entstehen.

Seine alte Leichtathletik-Anlage neben der Brukterer-Grundschule wird der Verein aufgeben. Dort soll Wohnbebauung entstehen. © Andreas Schröter

Teutonia Lanstrop macht derzeit vor allem Schlagzeilen mit ihrer erfolgreichen Leichtathletik-Abteilung.

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Weniger gut läuft es für die Fußballer. Es gibt lediglich eine Senioren-Mannschaft (in der Kreisliga C) und eine Alte-Herren-Mannschaft. Jugendliche trainieren zwar noch, bekommen für den Spielbetrieb aber keine vollständigen Mannschaften zusammen. Das soll sich ändern, wenn die neue Anlage fertig ist. Viele Kicker, die wegen des Aschenbelags zu anderen Vereinen abgewandert sind, haben bereits ihre Rückkehr angekündigt, sagt Niemeyer.

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