Der Westfalenpark in Dortmund © Oliver Schaper (Archivbild)
Große Pläne

Millionen-Geldspritze für Westfalenpark und Rombergpark

Westfalenpark und Rombergpark sind die grünen Lungen von Dortmund. Damit das so bleibt, gibt es vom Bund jetzt 2,2 Millionen Euro für verschiedene Projekte in den Parks. Es gibt große Pläne.

Der Westfalenpark und der Botanische Garten Rombergpark werden noch „grüner“ – so zumindest der Plan. Damit der in die Tat umgesetzt werden kann, gibt es vom Bund jetzt eine Millionen-Förderung.

Zuschlag für alle zehn Projekte

Das Bundesministerium des Inneren, für Bauen und Heimat hat 2,2 Millionen Euro für insgesamt zehn Modellprojekte in beiden Parks bewilligt. Die Stadt Dortmund hatte sich mit sechs Projekten im Botanischen Garten Rombergpark und vier Vorhaben im Westfalenpark beworben.

Das Geld fließt im Rahmen des Programms „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“. Die Stadt beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 10 Prozent.

Dr. Patrick Knopf (Leiter des Botanischen Gartens Rombergpark), Oberbürgermeister Thomas Westphal, MdB Sabine Poschmann und Westfalenpark-Leiterin Annette Kulozik (v.li.) an den Warmwasserbecken im Westfalenpark © Roland Gorecki, Dortmund Agentur © Roland Gorecki, Dortmund Agentur

Regenwassernutzung, optimierte Bewässerungsanlagen, Dachbegrünungen, Flächenentsiegelungen und Feuchtbiotope – diese Projekte sollen in den Parks das städtische Kleinklima verbessern. Eine Umstellung auf Fahrzeuge und Maschinen mit Elektroantrieb soll den CO2-Ausstoß und die Lärmemissionen verringern.

Westfalenpark bekommt tropisches Warmwasserbecken

Das größte Vorhaben im Westfalenpark betrifft das Warmwasserbecken für die tropischen Wasserpflanzen am Zentralplatz. Die Becken sollen künftig nachhaltig mittels Solarthermie oder einem lokalen Blockheizwerk beheizt werden – wie genau, wird eine Machbarkeitsstudie untersuchen.

Außerdem soll der Regen vom Dach des Sonnensegels gesammelt und zur Bewässerung genutzt werden.

Begrünte Dächer im Rombergpark

Auch im Botanischen Garten Rombergpark soll das Regenwasser besser genutzt werden. Dafür werden im Park Dächer begrünt und die Niederschläge aufgefangen. Die Bewässerung der Pflanzen soll dann künftig automatisch erfolgen.

Nachhaltiger sollen auch die energieintensiven Pflanzenschauhäuser werden. Hier gibt es ein innovatives Konzept: Es soll ein lokales Blockheizkraftwerk entstehen. Dazu wollen sich der Botanische Garten, der Zoo und ein benachbartes Berufsförderungswerk zusammen tun.

Baum- und Strauchschnittabfälle könnten dort in Kombination mit Gas zur Gewinnung von Wärme und Elektrizität genutzt werden. Ob das Blockheizkraftwerk im Rahmen des Möglichen ist, werde derzeit noch geprüft.

Freizeit und Erholung nachhaltig gestalten

„Schon bevor wir in sieben Jahren mit der Internationalen Gartenschau Maßstäbe setzen werden, bekommen wir nun Gelegenheit, unsere beliebten Parks nachhaltig zu modernisieren“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Die Projekte seien wichtige Bausteine in den vom Rat der Stadt beschlossenen Zukunftskonzepten für die beiden Parks. Die Konzepte zielen darauf ab, den Freizeit- und Erholungswert für Besucher mit nachhaltigen Projekten zu steigern.

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