Mietwohnung in Hörde geräumt: Psychisch kranke Frau (35) besaß unheimliches Waffenarsenal

dzHarpune und Elektro-Schocker

Eine psychisch kranke Frau soll zweimal gewaltsam auf Gerichtsvollzieherinnen losgegangen sein. Bei der Räumung ihrer Hörder Wohnung machten die Ermittler einen unheimlichen Waffen-Fund.

Dortmund

, 16.08.2019, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach zwei Gewaltattacken auf Gerichtsvollzieherinnen in Dortmund und Bochum steht die Freiheit einer psychisch kranken Frau auf dem Prüfstand. Vor dem Bochumer Landgericht geht es jetzt um eine zeitlich unbefristete Psychiatrie-Einweisung der 35-Jährigen zum Schutz der Allgemeinheit.

Laut Staatsanwaltschaft war die 35-Jährige am 28. November 2017 zum ersten Mal auf eine Gerichtsvollzieherin losgegangen. Die Beamtin hatte seinerzeit den Auftrag, die damalige Wohnung an der Chattenstraße in Hörde wegen Zahlungsrückständen zu räumen.

Gerichtsvollzierhein als „Dreckstück“ beschimpft?

Dabei soll die 35-Jährige die Gerichtsvollzieherin attackiert, als „Dreckstück“ beschimpft, an den Haaren gerissen und ihr mit der Faust ins Gesicht geprügelt haben. Erst mit Hilfe der Polizei konnte die Räumung später durchgesetzt werden. Unheimlich: Bei der Durchsuchung wurden in den Räumen eine Machete, ein Sportschützengewehr, eine Harpune, eine Axt und ein Elektro-Schocker gefunden.

Im November 2018 soll sich in der nächsten Wohnung der Beschuldigten in Bochum-Werne wieder ein Gewaltangriff abgespielt haben. Abermals soll eine Gerichtsvollzieherin brutal zusammengeschlagen worden sein.

Weil die psychisch kranke Beschuldigte als schuldunfähig eingestuft wird, geht es allein um eine Unterbringung in einer geschlossenen Straftäter-Psychiatrie. Mit einem Urteil ist frühestens am 12. September zu rechnen.

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