Messerattacke auf Geliebte: Neue Anträge der Verteidigung sollen zu Strafmilderung führen

Schwurgericht

Mit weiteren Anträgen der Verteidigung ist am Schwurgericht der Prozess um den mutmaßlichen Mordversuch auf einem Parkplatz an der Hohensyburg fortgesetzt worden. Diesmal geht es ums Geld.

Dortmund

, 03.09.2019, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Messerattacke auf Geliebte: Neue Anträge der Verteidigung sollen zu Strafmilderung führen

Die neuen Anträge der Verteidigung sollen zu einer Strafmilderung führen. © Jörn Hartwich/Archiv

Der Angeklagte im Prozess um einen mutmaßlichen Mordversuch auf einem Parkplatz an der Hohensyburg will offensichtlich erreichen, dass das Gericht seine Bemühungen für einen sogenannten Täter-Opfer-Ausgleich anerkennt. Dies könnte sich am Ende strafmildernd für ihn auswirken. Ein Täter-Opfer-Ausgleich beinhaltet nicht nur, dass der Täter Reue zeigt, sondern auch, dass er sich entschuldigt und anderweitig auf das Opfer zugeht - beispielsweise mit der Zahlung von Schmerzensgeld.

Natürlich ist kein Opfer einer Straftat verpflichtet, eine solche Entschuldigung oder Geldzahlungen anzunehmen. Gleichzeitig hat der Bundesgerichtshof jedoch festgestellt, dass schon die nachgewiesenen Bemühungen von Seiten des Täters ausreichen, um theoretisch in den Genuss der Strafmilderung zu kommen. Im aktuellen Fall hat der Angeklagte die Zahlung von 5000 Euro angeboten.

Jetzt lesen

Alte Geliebte mit Messerstichen verletzt

Wie das Gericht auf den Antrag der Verteidigung reagiert, steht noch nicht fest. Das Verfahren gegen den selbstständigen Handwerker, der im Januar seine 27 Jahre alte Geliebte mit Messerstichen verletzt haben soll, wird erst Ende des Monats fortgesetzt. Laut Anklage stach der Mann zu, um zu verhindern, dass seine Ehefrau von seiner heimlichen Affäre mit der 27-Jährigen erfuhr.

Lesen Sie jetzt
Dorstener Zeitung Feine Sahne Fischfilet

Sänger „Monchi“ im Interview: „Für irgendwelche Nazi-Lappen ist mir meine Zeit zu wichtig“