Messe „Jagd und Hund“ in den Westfalenhallen wird noch größer

80.000 Besucher erwartet

Die Messe „Jagd und Hund“, die am 29. Januar startet, dehnt sich weiter aus: Dieses Mal ist die Westfalenhalle 1 integriert. Wer gerne Wild essen mag, findet eine entscheidende Neuerung vor.

Dortmund

, 27.01.2019 / Lesedauer: 3 min
Messe „Jagd und Hund“ in den Westfalenhallen wird noch größer

Bei den Schauen – einem Schwerpunkt der Messen – werden Hunde und Greifvögel gezeigt. © Dieter Menne

Das Wild soll ja gejagt werden, die entsprechende Ausrüstung dazu gibt es in den Messehallen – vom Gewehr über passende Wollsocken bis hin zum Geländewagen. Auch wie man bestens Fische fängt, erfahren die Besucher vom 29. Januar bis zum 3. Februar.

Doch wie geht es weiter, wenn der Schuss gefallen oder der Fisch gefangen ist? Eine Neuerung der Zwillingsmesse „Jagd und Hund“ sowie „Fisch und Angel“ ist, dass auch die Zubereitung des Gefischten oder Erjagten einen eigenen Schwerpunkt bekommt: In einer ganzen Halle sind Kulinarik und Wildbret Thema des Wild-Food-Festivals.

Dazu wird die ganze Westfalenhalle 1 genutzt, und das ist zusätzlicher Raum für das Großereignis, zu dem Jäger, Angler und Hundefans aus der ganzen Republik nach Dortmund kommen.

Bühnenprogramm und Workshops

Mit dem neuen Festival lockt die Messe so auch Koch-Fans. In einer Pressemitteilung des Veranstalters werden „frische Produkte und Zutaten, kreative Rezeptideen und kulinarische Leckerbissen sowie ein spannendes Bühnenprogramm und Workshops zum Thema Wildbret“ versprochen. An allen Tagen sollen Profi-Köche die vielfältigen Möglichkeiten der Zubereitung aufzeigen. Mit dabei: der bekannte TV-Koch Johann Lafer, Lisa Angermann oder Michael Keller.

Ticketpreise:

Jagd und Hund: 16 Euro online, 19 Euro an der Tageskasse Fisch und Angel: 9 Euro online, 12 Euro an der Tageskasse Wild-Food-Festival: 5 Euro

„Ob feiner Rehrücken, saftiges Wildschwein oder kräftiges Hirschgulasch, gegrillt, geschmort oder gebraten, die Vielfalt von Wildbret kennt keine Grenzen“, so der Pressetext. Auch passendes Kochgeschirr gibt es zu erwerben. Betont wird aber auch: „Im Fokus steht aber stets der Respekt vor Tier und Natur.“

Daher ein Schwerpunkt: „From Nose to tail“ (Von der Schnauze zum Schwanz): So zeigen die Experten von Wild Kitchen Project, eine bunte Truppe aus Outdoor-Köchen, wie man aus den weniger edlen Teilen leckere Gerichte zubereiten kann. Das Wild-Food-Festival-Programm kann auch unabhängig von der Jagd und Hund besucht werden, Eintritt: 5 Euro.

80.000 Besucher erwartet

Die Zwillingsmesse ist ein Schlachtschiff in den Westfalenhallen, das in der Vergangenheit neben Jagdinteressierten, Anglern und Hundefans viele Neugierige anlockte. 80.000 Besucher werden erwartet. 800 Aussteller aus 41 Nationen waren 2018 dabei, ähnlich viele sollen es dieses Mal sein. Zur Eröffnung wird NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser erwartet.

Dazu gibt es ein Showprogramm, bei dem Greifvögel und Jagdgebrauchshunde gezeigt werden. Überhaupt, Hunde: 1300 Hunde sollen auf dieser Messe ihre Rasse vertreten. Auch ein spektakulärer Geländewagenparcours und Jagdmodenschauen sind auf der Jagd und Hund zu erleben. Weitere Neuheiten der Messe sind moderne Social-Media-Lounges, in denen Stars der digitalen Szene Vorträge halten sollen. Erwartet werden auch Star-Angler, die etwa am nachgestellten Stillgewässerbiotop Tipps geben.

So ein Großereignis, bei dem es nicht zuletzt um das Töten und Verzehren von Tieren geht, schmeckt nicht jedem. So haben Tierschutzorganisationen in der Vergangenheit immer wieder gegen die Messen protestiert. Auch für dieses Jahr sind wieder Aktionen angekündigt worden

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