Nach 16 Jahren als Kanzlerin verabschiedet sich Merkel aus der Politik. © digital
Ende der Kanzlerinnenschaft

Merkel in Dortmund: Diese Momente werden in Erinnerung bleiben

Angela Merkel tritt zur nächsten Bundestagswahl nicht mehr an. Damit endet ihre 16-jährige Amtszeit. Ein Rückblick auf einige der denkwürdigsten Momente der Kanzlerin in Dortmund.

Als Bundeskanzlerin war Angela Merkel in den vergangenen 16 Jahren in ganz Deutschland unterwegs. Auch Dortmund besuchte die Kanzlerin mehrmals. Einige ihrer Momente in Dortmund werden in Erinnerung bleiben.

Der Beginn der Ära

Der erste große Merkel-Moment in Dortmund war sogar kurz vor Beginn ihrer Kanzlerinnenschaft: Am 28.8.2005 begann beim CDU-Parteitag in der Westfalenhalle die heiße Phase des Wahlkampfs.

Merkel beim CDU-Parteitag in Dortmund 2005. © picture-alliance/ dpa/dpaweb © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Damals hatte die Union Merkel frisch zur Kanzlerkandidatin gekürt. Bei ihrem Auftritt auf dem Parteitag war Merkel deutlich angriffslustiger, als man es heute von ihr gewohnt ist.

Schröder auf „Abschiedstour“

Die damalige rot-grüne Regierung erklärte sie als „gescheitert“. Den amtierenden Bundeskanzler Gerhard Schröder von der SPD verhöhnte sie, indem sie seinen Wahlkampf als „Abschiedstour durchs Land“ bezeichnete.

Am 18.9.2005 setzte sich Merkels CDU bei der Wahl mit 35,2 Prozent der Stimmen gegen die SPD durch – der Beginn der Ära Merkel.

„Ein Freund des schönen Fußballs“

In ihrer Amtszeit war Merkel öfter bei Fußballspielen. Meist bei der deutschen Nationalmannschaft oder bei ihrem Herzensverein Energie Cottbus. Auch im Signal Iduna Park war Merkel hin und wieder zu Besuch.

Beispielsweise bei einem 3:0 Sieg des BVB im September 2012 gegen Bayer Leverkusen. Als Mats Hummels das 1:0 erzielte, jubelte Merkel kurz, ehe ihr wieder bewusst wurde, dass sie bei einem Bundesligaspiel wohl besser neutral sein sollte.

Das Bild zeigt Merkel 2012 beim Spiel Dortmund gegen Leverkusen mit BVB-Präsident Reinhard Rauball. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte im Anschluss eine einfache Erklärung für den Jubel der Kanzlerin: Merkel sei einfach „ein Freund des guten Fußballs.“

Solidarität nach Anschlag

2013 war die Kanzlerin außerdem beim Champions-League-Finale des BVB gegen Bayern München zu Gast, das allerdings in London stattfand. Der BVB verlor das Endspiel mit 2:1.

2017 äußerte sie sich zum Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus. „Eine widerliche Tat“ nannte die Kanzlerin das Sprengstoffattentat. Außerdem meldete sie sich telefonisch bei BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Bei dem Anschlag wurde der damalige BVB-Spieler Marc Bartra an der Hand verletzt.

Den Wandel verstanden

Merkels Aussage, das Internet sei „für uns alle Neuland“, sorgte für Spott. Interesse an digitalen Themen zeigte Merkel dennoch. Unter anderem beim Digitalgipfel in den Westfalenhallen im Oktober 2019.

Merkel hält eine Rede beim Digitalgipfel in Dortmund 2019. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Dort ließ sich die Kanzlerin erklären, wie digitale Technik beispielsweise im Straßenverkehr und in der Logistik helfen kann.

Dortmund lobte die Kanzlerin in ihrer Rede auf dem Gipfel ausdrücklich: Man wisse in dieser Stadt, „was Wandel bedeutet“. Das Ruhrgebiet habe sich gewandelt von einer Region mit „Hunderttausenden von Kohlekumpeln“ zu einer mit „Hunderttausenden von Studentinnen und Studenten.“

Ein letzter virtueller Besuch

Ihren jüngsten Auftritt in Dortmund hatte Merkel im Februar. Vor Ort war die Kanzlerin pandemiebedingt zwar nicht – in einer Videobotschaft gratulierte sie aber zur Eröffnung des Wiloparks in Hörde.

Wilo hatte zuvor 300 Millionen Euro in die Erneuerung seines Hauptsitzes investiert. Es war eins der größten industriellen Bauprojekte Deutschlands. Klimaneutral und durchdigitalisiert ist der neue Wilopark.

Das lobte die Kanzlerin in ihrem Video in höchsten Tönen: Wilo liefere den praktischen Beweis, „dass der Weg zu einer klimaneutralen Volkswirtschaft möglich ist“.

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