Meisterfeier mit Abstand? Stadt und Polizei bereiten sich schon vor

dzDigitaler Stammtisch

Nach zweimonatiger Pause startet die Fußball-Bundesliga wieder. Die Polizei Dortmund ist dabei am Stadion und auch „um die Stadt herum“ im Großeinsatz, wie der Behördenleiter sagt.

Dortmund

, 14.05.2020, 21:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußball-Bundesliga probiert ab Samstag (16.5.) den Re-Start. Borussia Dortmund empfängt zum „Geister-Derby“ Schalke 04 – Zuschauer müssen draußen bleiben.

Beim „Digitalen Stammtisch“ unserer Redaktion haben der Polizeipräsident und der Ordnungsdezernent der Stadt am Donnerstagabend (14.5.) schon etwas weiter in die Zukunft geblickt.

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Hat Dortmund in diesem Jahr noch eine Meisterfeier zu planen? Auf diese Frage antwortete Dezernent Norbert Dahmen am Donnerstagabend: „Wir sind immer vorbereitet.“

Er habe das Gefühl, dass der BVB bis Ende Juni noch an Bayern München vorbeizieht. „Auf jeden Fall werden wir für eine Meisterfeier auch auf Abstand vorbereitet sein“, ließ er sich entlocken.

„Alle Pläne in der Schublade“

„Wir als Polizei haben alle Pläne in der Schublade, wie die Stadt auch“, ergänzte Polizeipräsident Gregor Lange.

Wie die Feier dann aussehen könnte, da habe er jedoch aktuell seine Zweifel: „Aber dann werden wir mal gucken, wann man eine wirklich gute Meisterfeier in was für Rahmenbedingungen durchführen kann.“

In der Dortmunder City will die Stadt beim Derby am Samstag mögliche Fan-Treffpunkte wie Gaststätten kontrollieren. „Das allerschwierigste“, so Dahmen, sei: „Wenn wir dann 3:0 gegen Schalke führen, und der Torschrei kommt: Bitte fallt euch nicht in die Arme.“

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Die Polizei habe einen großen Einsatz für Samstag auch um das Stadion herum geplant, weil in Mönchengladbach beim bislang einzigen Bundesliga-Geisterspiel Menschenmassen vor dem Stadion standen. Ansammlungen will die Dortmunder Polizei sofort unterbinden: „Der Versuch ist zwecklos“, sagt Lange.

Anders als im März zum zunächst geplanten und dann abgesagten Derby angekündigt, soll die sogenannte Strategische Fahndung mit Auto- und Taschenkontrollen nicht angewandt werden.

Das aktuelle Konzept sei etwas anders, habe aber dieselbe Zielsetzung: Im sogenannten „Raumschutz“ sei Polizei in und um Dortmund herum im Einsatz, um Erkenntnisse über möglicherweise anreisende Gruppen zusammenzutragen.

Wann ist ein normales Leben wieder denkbar?

Im Live-Talk stellte sich außerdem die Frage: „Wann rechnen Sie damit, dass wir wieder normal leben können?“ Gregor Lange hofft auf einen möglichst bald entwickelten Impfstoff, aber: „Wer sich zutraut, das zu prognostizieren, kann wahrscheinlich auch über Wasser gehen.“

Norbert Dahmen ist einer der ersten Dortmunder, die die Neufassungen der Corona-Schutzverordnung bekommen. Dennoch lässt er sich nicht entlocken, mit welchen nächsten Schritten er rechnet: „Das hängt davon ab, wie die Schutzmaßnahmen in den nächsten Wochen greifen.“

Man müsse einfach abwarten, wie sich die Infektionszahlen mit den aktuellen Lockerungen entwickeln.

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