Mehr Besucher und zweithöchster Umsatz: So geht es den Westfalenhallen

dzMesse- und Veranstaltungszentrum

1,58 Millionen Besucher, 51 Millionen Euro Umsatz und ein ausgeglichenes Ergebnis: Die gute Konjunktur färbt auf das Geschäft der Westfalenhallen ab. Es gibt auch einen neuen Messetrend.

Dortmund

, 26.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe, brachte es auf den Punkt: Das im März eröffnete Messefoyer („Eingang Nord“) unterstreiche die positive Entwicklung architektonisch. „Die aktuellen Geschäftszahlen tun es wirtschaftlich“, sagte Loos bei der gestrigen Vorstellung des Jahresberichts 2018.

Der Umsatz in Höhe von 51 Millionen Euro liegt nur knapp unter dem Rekordjahr 2017, als die Hallen GmbH auf bis dato unerreichte 51,5 Millionen Euro kam. Das Jahresergebnis ist wie zuvor ausgeglichen; das operative Ergebnis beträgt 4,2 Millionen Euro (2017: 4,9 Millionen Euro). 1,58 Millionen Besucher sind 2018 zu Veranstaltungen, Messen und Kongressen geströmt - 1,46 Millionen waren es im Vorjahr.

Das größte Stück am Umsatzkuchen steuert der Messebereich bei: 44 Messen mit 10.000 Ausstellern und 755.000 Besuchern bedeuten neuen Rekord. Und sie machen die Hallen zunehmend internationaler: An der InterTabac etwa nahmen 66 Prozent ausländische Aussteller teil, an der Jagd & Hund 35 Prozent. Davon profitiert Dortmund in Gänze: Wie Unternehmens-Chefin Loos vorrechnet, sorgen die Besucher- und Ausstellerströme für insgesamt 200.000 Übernachtungen in Dortmund – und für zusätzlichen Umsatz von 221 Millionen Euro Euro.

Neues Foyer verschafft Attraktivitätsschub

Dazu trägt auch der Trend zu eher kleineren Spezial-Messen bei. Wie etwa „Fair Friends“ (5.9.2019 bis 8.9.2019), die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmet. Messe-Chef Christian Ploth spricht von „Special Interest-Messen“, die auf ein Thema zielen und damit das Publikum anlocken. „Dafür gibt es einen großen Bedarf“, sagt Ploth. Im internationalen Maßstab spielt die „Messe Dortmund“ (noch) keine Rolle. Gemessen an der Konkurrenz in Deutschland, „positionieren wir uns mit Platz 14 eher als mittelgroß“, sagt Hauptgeschäftsführerin Loos.

Mehr Besucher und zweithöchster Umsatz: So geht es den Westfalenhallen

Hallen-Chefin Sabine Loos: „Messen und Kongresse sind die Spiegelbilder der wirtschaftlichen Lage.“ © Beushausen

Dass Dortmund zunehmend als Wirtschafts- und Handelszentrum wahrgenommen wird, zeigen die Zahlen aus dem Kongressbereich. Knapp 118.000 Teilnehmer gab es 2018 – ein Plus von rund 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (93.000 Teilnehmer). Einen Anstieg um 14 Prozent verbucht der Konzert- und Veranstaltungsbereich, der rund 705.700 Tickets verkaufte.

Attraktivitätsschub durch Investitionen

Die Investitionen ins Messe- und Kongresszentrum, darunter der Neubau des Messefoyers, haben der Halle einen deutlichen Attraktivitätsschub verliehen. Die Konjunktur steuert ihr Übriges zum Aufwärtstrend bei. „Die gute Konjunktur hilft uns“, bestätigt Hallen-Chefin Loos. „Messen und Kongresse sind die Spiegelbilder der wirtschaftlichen Lage.

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