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Master-Studium: Schwerbehinderte Studentin darf nicht weiter in Dortmund studieren

Verwaltungsgericht

Nach dem Bachelor-Studium ist für eine schwerbehinderte Studentin aus Dortmund Schluss. Für den „Master“ wird sie nicht zugelassen. Das hat das Verwaltungsgericht entschieden.

Dortmund/Gelsenkirchen

, 18.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Eine schwerbehinderte Studentin wird nicht zum Masterstudium an der Fachhochschule Dortmund zugelassen. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Mittwoch entschieden. Woanders studieren kann sie nicht.

Die 32-Jährige hat ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre gemacht. Eigentlich wollte sie nun den Master anschließen – in Financial Management. Doch ihre Note war mit 3,4 nicht gut genug. Zugelassen werden nur Studenten mit der Note 2,5 oder besser.

Studentin ist an Dortmund gebunden

Für die Dortmunderin ist das bitter. Sie ist durch ihre Behinderung ortsgebunden und wird von ihrer Mutter betreut. Ein Umzug in andere Stadt ist angeblich nicht möglich. Deshalb hatte sie gehofft, dass eine Ausnahme gemacht wird. Schließlich hat das Bundesverfassungsgericht im Falle der Mediziner entschieden, dass die Note allein nicht über die Zulassung für ein Studium entscheiden kann.

Die Richterin hielt die Fälle aber nicht für vergleichbar.

„Eine Abi-Note sagt natürlich nichts darüber aus, ob aus einem Schüler ein guter Arzt wird.“ Die Dortmunderin habe aber schon studiert – nur nicht gut genug abgeschlossen. „Damit teilen Sie das Schicksal mit vielen anderen – auch Nichtbehinderten – deren Lebenstraum mit dem Bachelor endet.“ Allein wegen der angeblichen Ortsgebundenheit könne da keine Ausnahme gemacht werden.

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