Maskierte zeigten vor der Petrikirche Videos von Kühen, die geköpft werden

Dortmunder City

Maskierte haben am Samstagnachmittag im Schatten der Petrikirche Passanten mit verstörenden Videos von Tiertötungen konfrontiert. Wir erklären, was hinter der Aktion in Dortmunds City steckte.

Dortmund

19.10.2019, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Maskierte zeigten vor der Petrikirche Videos von Kühen, die geköpft werden

Auf den großen Bildschirmen der maskierten veganen Aktivisten liefen erschreckende Szenen aus Schlachtbetrieben. © Thomas Thiel

Es waren verstörende Videoaufnahmen, mit denen Passanten am Samstagnachmittag im Schatten der Petrikirche auf dem Weg zum Westenhellweg konfrontiert wurden: Kühe, die in kargen Räumen von Schlachtbetrieben getötet werden, denen ihre Köpfe und Füße abgeschnitten werden. Die Szenen liefen auf großen Fernsehern, gehalten wurden sie von schweigenden Maskierten.

Die Aktivisten gehörten zur Gruppe „Anonymous for the Voiceless“ und waren der drastischste Teil des ersten veganen Aktionsnachmittags „The Unity Circle“. Für ihn hatten sich rund 50 Klima-, Gesundheits- und Tierschutz-Aktivisten unterschiedlicher Gruppierungen zusammengetan.

Weniger Fleischkonsum ist besser fürs Klima

Ihr Botschaft: „Wir können einen guten Teil der größten Probleme unserer Zeit lösen, wenn wir auf Fleisch verzichten“, sagte Organisator Tim Werner. Im Grunde sei es egal, ob man seinen Fleischkonsum reduziere, um Tierleben zu retten, um die negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt zu reduzieren oder um seine eigene Gesundheit zu fördern – der Fleischverzicht sei für den gesamten Planeten überlebensnotwendig.

Die veganen Aktivisten und ihre Handvoll Stände verloren sich an diesem grauen Samstag jedoch etwas auf der großen Kreuzung Kamp-/Katharinenstraße. Nur wenige Passanten stehen – trotz, vielleicht aber auch gerade wegen der verstörenden Videos.

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