Die Stadt Dortmund weitet temporär die Maskenpflicht an öffentlichen Orten aus - auch im Fredenbaumpark. © Oliver Volmerich
Corona-Pandemie

Maskenpflicht wird in Dortmund ausgeweitet – trotz sinkender Corona-Zahlen

Die Stadt Dortmund weitet die Maskenpflicht ab Samstag im Freien aus - und das obwohl die Corona-Zahlen derzeit zurückgehen. Die Ausweitung gilt für bestimmte öffentliche Orte.

Die Stadt Dortmund weitet die Maskenpflicht an öffentlichen Orten aus. Das teilt die städtische Pressestelle am Freitag (14.5.) mit.

Allerdings gilt das zunächst nur am kommenden Wochenende, am Samstag (15. Mai) und Sonntag (16. Mai). Die Regelung gelte offiziell bis zum darauffolgenden Freitag (21. Mai) an Samstagen, Sonntagen und an Feiertagen – bis dahin ist allerdings kein Feiertag mehr, weshalb sie effektiv zunächst nur an diesem Wochenende greift.

Die Maskenpflicht gilt auf den Wegeflächen folgender Parks nicht mehr nur von 12 bis 18 Uhr sondern zwei Stunden länger, von 12 bis 20 Uhr:

  • Phoenix-See
  • Fredenbaumpark
  • Westpark
  • Rombergpark
  • Revierpark Wischlingen
  • Hoeschpark

Diese Ausweitung der Maskenpflicht um zwei Stunden am Wochenende wirkt auf den ersten Blick zu diesem Zeitpunkt überraschend – gehen die Corona-Zahlen in Dortmund doch seit Tagen zurück. Lag die 7-Tage-Inzidenz Ende April noch bei über 200, gilt laut Robert-Koch-Institut am Freitag eine Inzidenz von nur noch 128,9.

Doch die Stadt begründet diesen Schritt mit dem besser werdenden Wetter. „Die Stadt Dortmund reagiert damit auf die stärkere Auslastung dieser Bereiche bei zunehmend sommerlicher Witterung“, heißt es seitens der Stadt.

Unterschiedliche Zeiten an verschiedenen Stellen am Phoenix-See

Zudem werden am Phoenix-See die bisher geltenden unterschiedlichen Zeiten der Fußgängerzone und des restlichen Gebietes angeglichen, heißt es weiter. So sei die Pflicht „für die Besucherinnen und Besucher besser nachvollziehbar“.

Insgesamt sei die Ausweitung der Maskenpflicht dazu da, „um das Pandemie-Geschehen weiterhin positiv zu beeinflussen und die Inzidenz-Werte weiter zu senken“.

Weiter teilt die Stadt mit: „Frische Luft und Bewegung dienen der Gesundheit – allerdings nur, wenn sich alle an die Regeln halten. Das Tragen der Masken und die Einhaltung der Mindestabstände sind wichtige Bausteine, um den Trend der inzwischen sinkenden Infektionszahlen zu erhalten.“

Ausweitung gilt zunächst nur an einem Wochenende – und danach?

Doch warum wird die Maskenpflicht in Dortmunds Parks nur für ein Wochenende verschärft? „Es ist immer so, dass Allgemeinverfügungen nur für eine kurze Zeit gelten“, erklärt Stadt-Pressesprecher Christian Schön auf unsere Anfrage mit Blick auf die Corona-Schutzverordnungen.

„Danach guckt man: Wie sind die Erfahrungswerte? War das richtig so oder machen wir etwas anders?“ Die dynamische Situation erfordere entsprechendes Handeln.

Konkrete Vorfälle, die eine Verschärfung der Masken-Maßnahmen erfordert hätten, gebe es nicht. „Es ist einfach die Beobachtung, dass draußen wieder zunehmend Leben stattfindet“, berichtet Schön. „Das ist auch verständlicherweise so, die Temperaturen locken ja auch.“ Deshalb sei es dann sinnvoll, so eine „vorsorgliche Maßnahme“ zu treffen.

Warum nur eine Verlängerung um zwei Stunden?

Und warum wird die Maskenpflicht in den betroffenen Parks nur um zwei Stunden an diesem Wochenende verlängert, statt bis zum Sonnenuntergang oder bis zum Einsetzen der Ausgangssperre um 22 Uhr?

„Wir haben zur Zeit eine sinkende Inzidenz“, sagt Christian Schön. „Solche Regeln müssen immer im Verhältnis zur Allgemeinsituation stehen. Das ist der Hauptbeweggrund, warum die Maskenpflicht zunächst nur bis 20 Uhr verlängert wurde.“

Die oben aufgeführten Parks sowie der Phoenix-See zählen zu den bekannten Hotspots in der Stadt, die auch an diesem Wochenende kontrolliert werden – unter Anwendung der neuen Regeln. Dabei setze das Ordnungsamt seit Pandemiebeginn am Wochenende und an Feiertagen stets „alle verfügbaren Kräfte“ ein, teilt die Pressestelle der Stadt mit.

Ihre Autoren
Redakteur
Baujahr 1993, gebürtig aus Hamm. Nach dem Germanistik- und Geschichtsstudium in Düsseldorf und dem Volontariat bei Lensing Media in der Stadtredaktion Dortmund gelandet. Eine gesunde Portion Neugier und die Begeisterung zum Spiel mit Worten führten zum Journalismus.
Zur Autorenseite
Wilco Ruhland
Gebürtiger Dortmunder mit viel Liebe für den großen und kleinen Sport: Hauptsache, es rollt, tickt oder geht ordentlich vorwärts. Ob im Fernsehen, am Spielfeldrand oder selbst mit Ball und Rad unterwegs. Seit 2014 für Lensing Media im Einsatz, erst in Freier Mitarbeit, nun als Volontär.
Zur Autorenseite
Hendrik Nachtigäller

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.