Ausgedient: Sogenannten OP-Masken reichen für Fahrten in Bussen und Bahnen nicht mehr aus. © Wilco Ruhland (A)
Corona-Pandemie

Maskenpflicht in Bus und Bahn: DSW21 verschärft Regel für Dortmund erneut

Das neue Infektionsschutz-Gesetz hat auch für den öffentlichen Nahverkehr weitreichende Folgen: Dortmunder, die den ÖPNV nutzen, müssen sich auf schärfere Regeln einstellen.

Der Teufel steckt, wie so oft, im Detail. Das gilt auch für das neue Infektionsschutz-Gesetz des Bundes. Denn dort gibt es eine neue Regelung, die bislang noch nicht im Fokus stand, aber weitreichende Folgen für alle hat, die mit Bus und Bahn fahren.

Ab Samstag (24.4.) gilt im öffentlichen Nahverkehr eine verschärfte Maskenpflicht. „Fahrgäste in Fahrzeugen und an Haltestellen müssen Masken der Standards FFP2 oder KN95/N95 tragen. Die sogenannte OP-Maske ist nicht mehr erlaubt“, teilt das Dortmunder Verkehrsunternehmen DSW21 mit.

DSW beruft sich dabei auf die Formulierung im veränderten Infektionsschutz-Gesetz. Der §28b, Satz 9, schreibt für Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr „die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar)“ vor.

Nach der Coronaschutz-Verordnung des Landes sind „nur“ sogenannte „medizinische Masken“ Pflicht. „Medizinische Masken im Sinne dieser Verordnung sind sogenannte OP-Masken, Masken des Standards FFP2 und höheren Standards jeweils ohne Ausatemventil oder diese vergleichbare Masken (insbesondere KN95/N95)“, heißt es zur Erläuterung in der Landesverordnung.

Hoffen auf Disziplin

Die strengere Vorgabe des Bundesgesetzes zum Tragen der (im Vergleich zu OP-Masken) wesentlich teureren FFP2- oder KN95-Masken soll nun ab dem 24. April in Bussen und Bahnen in Dortmund umgesetzt werden. „Auch die erste Verschärfung von Alltagsmasken hin zu medizinischen Masken haben die Dortmunderinnen und Dortmunder diszipliniert umgesetzt. Fast alle, die mit Bus und Bahn fahren und sich an den Haltestellen aufhalten, tragen den bislang vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz“, erklärt DSW-Betriebsleiter Ralf Habbes.

Deshalb sei man zuversichtlich, dass auch die neue FFP2-/KN95-Pflicht eingehalten wird. Kinder bis sechs Jahren sind von der Maskenpflicht generell ausgenommen; Kinder bis 14 Jahren können weiterhin auch eine OP-Maske tragen.

Fahrgäste werden angesprochen

Und wie wird die strengere Maskenpflicht kontrolliert? „Service- und Sicherheitsmitarbeiter sprechen Fahrgäste ohne die vorgeschriebenen Masken an“, kündigt DSW21 an. Strafen könnten weiterhin allerdings nur die Ordnungsbehörden verhängen. Deshalb sei man kontinuierlich im Austausch mit Stadt und Polizei. „Wie schon in den zurückliegenden Monaten wird es auch künftig gemeinsame Schwerpunktkontrollen geben“, teilt DSW21 mit.

Weiter Fahrten in der Nacht

Das Verkehrsunternehmen stellt sich auch auf die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen ein, die zwischen 22 und 5 Uhr gelten. Sie gelten mit dem Infektionsschutz-Gesetz in Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 – also aktuell auch in Dortmund.

Einschränkungen beim Bus- und Bahnverkehr seien erst einmal nicht geplant, bekräftigt man bei DSW21. „Für uns stehen die Fahrgäste an oberster Stelle. Viele Menschen müssen auch während der Sperrzeiten mobil sein, etwa um zur Arbeit zu kommen. Sie alle können sich auf uns verlassen“, versichert Ralf Habbes.

Eine kleine Einschränkung gibt es aber. Man werde die Entwicklung in den nächsten Tagen beobachten, kündigt der DSW-Betriebsleiter an. „Wenn wir feststellen, dass bestimmte Angebote gar nicht mehr genutzt werden, können wir immer noch reagieren. Aber auch das immer in Abstimmung mit dem Krisenstab der Stadt.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
Zur Autorenseite
Oliver Volmerich

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.